Mexalen: Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen
Mexalen enthält den Wirkstoff Paracetamol und wird gegen Schmerzen und Fieber angewendet. In Österreich ist es in den üblichen Stärken rezeptfrei, aber apothekenpflichtig: Sie bekommen es in jeder Apotheke ohne ärztliche Verordnung. Eine Konsultation brauchen Sie dafür nicht. Diese Seite erklärt Wirkung, Dosierung, die Grenzen der Selbstmedikation und die Situationen, in denen ärztliche Abklärung nötig ist.
Wofür wird Mexalen angewendet?
Mexalen wird bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und bei Fieber angewendet, etwa bei Kopf- und Zahnschmerzen, Gliederschmerzen im Rahmen eines grippalen Infekts, Regelschmerzen oder Fieber bei einer Erkältung. Der Wirkstoff ist Paracetamol, eines der am längsten eingesetzten Schmerz- und Fiebermittel überhaupt.
Paracetamol wirkt schmerzstillend und fiebersenkend, hemmt aber Entzündungen praktisch nicht. Darin unterscheidet es sich von entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen. Weil es die Magenschleimhaut kaum reizt und die Blutgerinnung nicht nennenswert beeinflusst, ist es in manchen Situationen gut geeignet, in denen andere Schmerzmittel nicht infrage kommen.
Mexalen ist zur kurzfristigen Selbstbehandlung gedacht, nicht zur Dauertherapie. Halten Schmerzen oder Fieber an, verschwinden sie und kehren wieder oder kommen weitere Beschwerden hinzu, gehört die Ursache abgeklärt, statt die Einnahme zu verlängern. Fiebersenkung ist keine Behandlung der Erkrankung, sondern eine Linderung des Symptoms.
Nebenwirkungen von Mexalen
In den empfohlenen Dosen wird Paracetamol von den meisten Menschen gut vertragen; Nebenwirkungen sind selten. Beschrieben sind unter anderem Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag oder Juckreiz sowie sehr selten Veränderungen des Blutbildes und schwere Hautreaktionen.
Das eigentliche Risiko liegt nicht in der üblichen Anwendung, sondern in der Überdosierung. Paracetamol kann in zu hoher Menge die Leber schwer schädigen, und zwar auch dann, wenn zunächst kaum Beschwerden auftreten. Gefährlich sind vor allem unbeabsichtigte Doppeleinnahmen, etwa wenn zusätzlich ein Erkältungskombinationspräparat eingenommen wird, das ebenfalls Paracetamol enthält. Prüfen Sie deshalb bei jedem Präparat die Wirkstoffliste.
Bei Verdacht auf eine Überdosierung suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf oder wenden Sie sich an die Vergiftungsinformationszentrale, auch wenn es Ihnen gut geht: Eine Behandlung ist umso wirksamer, je früher sie beginnt, also solange noch keine Symptome bestehen. Bei Hautausschlag, Schwellung im Gesicht oder Atemnot brechen Sie die Einnahme ab und lassen Sie das ärztlich abklären. Die vollständige Liste mit Häufigkeitskategorien steht in der Gebrauchsinformation.
Dosierung und Einnahme
Für Erwachsene nennen die Gebrauchsinformationen paracetamolhaltiger Präparate üblicherweise 500 bis 1000 mg als Einzeldosis, einen Mindestabstand von vier bis sechs Stunden zwischen den Einnahmen und eine Tageshöchstmenge von 4 Gramm, die nicht überschritten werden darf. Maßgeblich ist immer die Packungsbeilage genau jener Packung, die Sie verwenden.
Bei Kindern richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht und nicht nach dem Alter, weshalb kindgerechte Darreichungsformen wie Zäpfchen oder Saft verwendet werden. Teilen Sie Erwachsenentabletten nicht nach Gefühl. Für Menschen mit deutlich reduziertem Körpergewicht, mit Lebererkrankung, mit chronischem Alkoholkonsum oder mit Mangelernährung gelten niedrigere Höchstmengen.
Ohne ärztlichen Rat soll Mexalen nicht länger als drei Tage gegen Fieber und nicht länger als drei bis vier Tage gegen Schmerzen eingenommen werden. Wer regelmäßig Schmerzmittel braucht, behandelt ein Symptom, dessen Ursache offen ist; außerdem können häufig eingenommene Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen auslösen. In diesem Fall ist eine ärztliche Abklärung der richtige nächste Schritt.
Ist Mexalen in Österreich rezeptpflichtig?
Nein. Mexalen ist in Österreich in den gängigen Stärken rezeptfrei und wird ohne ärztliche Verordnung abgegeben. Es ist jedoch apothekenpflichtig, also nur in der Apotheke erhältlich und nicht im Drogeriemarkt oder im Supermarkt. Die Apothekerin oder der Apotheker berät Sie dabei zur passenden Darreichungsform und zur Menge.
Rezeptfrei bedeutet nicht harmlos. Die Abgabe erfolgt bewusst über die Apotheke, weil Paracetamol bei Überdosierung leberschädigend ist, in vielen Kombinationspräparaten steckt und mit einigen anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung tritt. Fragen Sie in der Apotheke nach, wenn Sie dauerhaft weitere Medikamente einnehmen.
Weil Mexalen ohne Verordnung erhältlich ist, brauchen Sie dafür weder ein Rezept noch eine kostenpflichtige ärztliche Beurteilung. Wir bieten für dieses Präparat deshalb bewusst keine Konsultation an: Eine Gebühr für ein Dokument, das Sie in der Apotheke gar nicht vorlegen müssen, wäre eine Zahlung ohne Gegenwert. Dieser Abschnitt ersetzt keine Beratung durch Ihre Apotheke.
Preis und Erstattung durch die Sozialversicherung
Den aktuellen Preis nennt Ihnen jede Apotheke; er hängt von Darreichungsform und Packungsgröße ab. Rezeptfreie Arzneimittel werden von der österreichischen Sozialversicherung in aller Regel nicht erstattet, sondern selbst bezahlt, und es fällt dafür auch keine Rezeptgebühr an.
Eine Ausnahme kann bestehen, wenn eine Ärztin oder ein Arzt ein rezeptfreies Arzneimittel im Rahmen einer Behandlung ausdrücklich verordnet und die Voraussetzungen des Erstattungskodex erfüllt sind. Das ist der Einzelfall und nicht der Regelfall; entschieden wird das in der Ordination und beim Krankenversicherungsträger, etwa der ÖGK, nicht in der Apotheke.
Paracetamol gehört zu den preiswerten Wirkstoffen, und es gibt zahlreiche Präparate mit demselben Inhaltsstoff. Der Preisvergleich ist trotzdem nicht der wichtigste Punkt: Entscheidend ist, dass Sie nicht versehentlich zwei paracetamolhaltige Präparate gleichzeitig anwenden. Größere Packungen bringen keinen Vorteil, wenn die Anwendung ohnehin auf wenige Tage begrenzt sein soll.
Brauchen Sie für Mexalen eine Verordnung von uns?
Nein. Mexalen bekommen Sie in jeder Apotheke ohne Verordnung, deshalb stellen wir dafür kein Dokument aus und verkaufen dafür auch keine Konsultation. Wer für ein rezeptfreies Präparat eine kostenpflichtige Beurteilung anbietet, verkauft eine Leistung, die niemand braucht.
Sinnvoll ist ärztliche Abklärung dagegen dann, wenn hinter den Beschwerden mehr steckt: Fieber über mehrere Tage, hohes Fieber mit Nackensteife, Verwirrtheit oder Atemnot, starke Schmerzen ohne erkennbare Ursache, Schmerzen, die trotz Behandlung zunehmen, sowie jedes Fieber bei Säuglingen. Bei akuten und bedrohlichen Beschwerden wenden Sie sich an eine Ordination, an den Gesundheitsruf 1450 oder in Notfällen an die Rettung unter 144; im Krankheitsfall kann eine Vorstellung im Spital nötig sein.
Wenn Sie wegen einer chronischen Schmerzerkrankung ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel benötigen, ist das eine andere Ausgangslage als eine kurzfristige Selbstbehandlung mit Paracetamol. Diese Frage klärt eine Ärztin oder ein Arzt anhand Ihrer Vorgeschichte, nicht eine Produktseite im Internet.
Wechselwirkungen und Alkohol
Die praktisch wichtigste Wechselwirkung ist die Kombination mit anderen paracetamolhaltigen Arzneimitteln. Viele Erkältungskombinationen, Grippepulver und Schmerzpräparate enthalten denselben Wirkstoff unter anderem Namen; werden sie parallel angewendet, wird die Tageshöchstmenge unbemerkt überschritten. Lesen Sie deshalb bei jedem zusätzlichen Präparat die Wirkstoffangabe.
Bei gerinnungshemmenden Arzneimitteln vom Typ der Vitamin-K-Antagonisten kann eine regelmäßige, längere Einnahme von Paracetamol den Gerinnungswert beeinflussen; eine gelegentliche Einzeldosis gilt als unproblematisch. Weitere Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit bestimmten Arzneimitteln, die auf die Leber wirken. Sprechen Sie eine Dauermedikation vorher in der Apotheke oder in der Ordination an.
Alkohol und Paracetamol sind eine ungünstige Kombination, weil beide über die Leber verstoffwechselt werden. Bei regelmäßigem oder hohem Alkoholkonsum steigt das Risiko einer Leberschädigung schon bei Mengen, die sonst als vertretbar gelten. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, sollte Paracetamol nur nach ärztlicher Rücksprache und in reduzierter Menge anwenden.
Gegenanzeigen
Mexalen darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile sowie bei schwerer Leberfunktionsstörung. In diesen Fällen ist ein anderes Vorgehen nötig, das ärztlich festgelegt wird.
Besondere Vorsicht ist geboten bei bestehender Lebererkrankung, bei chronischem Alkoholkonsum, bei Mangelernährung oder ausgeprägtem Untergewicht, bei Flüssigkeitsmangel sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion. Auch ein Mangel an dem Enzym Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase und ein bekanntes Gilbert-Syndrom sind Gründe, die Anwendung vorher ärztlich zu besprechen. In all diesen Situationen kann die verträgliche Tagesmenge niedriger liegen als auf der Packung angegeben.
Für Kinder gilt die gewichtsbezogene Dosierung mit einer kindgerechten Darreichungsform. Bei Säuglingen gehört Fieber grundsätzlich ärztlich abgeklärt, bevor selbst behandelt wird. Ob eine Gegenanzeige vorliegt, lässt sich nicht anhand einer Liste im Netz beurteilen, sondern anhand Ihrer Krankengeschichte und Ihrer übrigen Arzneimittel.
Generikum und Originalpräparat
Paracetamol ist ein alter, patentfreier Wirkstoff, und in Österreich sind zahlreiche Präparate damit im Handel; Mexalen ist eines der bekanntesten Markennamen. Inhaltlich unterscheiden sich die Präparate im Wirkstoff nicht, sondern in Darreichungsform, Stärke, Hilfsstoffen und Packungsgröße.
Relevanter als die Frage Marke oder Generikum ist die Darreichungsform. Tabletten, Brausetabletten, Säfte und Zäpfchen unterscheiden sich in der Handhabung und in der Eignung für Kinder, für Menschen mit Schluckbeschwerden oder bei Erbrechen. Brausetabletten enthalten außerdem Natrium, was bei salzarmer Ernährung eine Rolle spielen kann. Die Apotheke berät Sie dazu.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem reinen Paracetamol-Präparat und einer Kombination mit weiteren Wirkstoffen, etwa Koffein oder abschwellenden Substanzen. Kombinationspräparate sind nicht einfach austauschbar und erhöhen das Risiko einer versehentlichen Doppeldosierung. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Wirkstoffliste, nicht nur auf den Produktnamen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Paracetamol gilt als das Schmerz- und Fiebermittel der ersten Wahl in Schwangerschaft und Stillzeit, wenn eine Behandlung nötig ist. Angewendet wird es in der niedrigsten wirksamen Dosis und so kurz wie möglich, nicht als Dauermedikation und nicht vorbeugend.
In der Stillzeit geht Paracetamol nur in geringen Mengen in die Muttermilch über; eine kurzfristige Anwendung in üblicher Dosierung gilt als vertretbar. Trotzdem gilt auch hier: Wer über mehrere Tage ein Schmerzmittel braucht, sollte die Ursache klären lassen, statt die Einnahme fortzusetzen.
Besprechen Sie eine geplante Anwendung in der Schwangerschaft mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder mit der Hebamme, besonders wenn zusätzlich andere Arzneimittel eingenommen werden oder eine Lebererkrankung besteht. Von entzündungshemmenden Schmerzmitteln wird in bestimmten Schwangerschaftsabschnitten abgeraten, weshalb ein eigenmächtiger Wechsel des Wirkstoffs keine gute Idee ist.
Gebrauchsinformation und Fachinformation
Die Gebrauchsinformation in der Packung ist die verbindliche Informationsquelle. Sie enthält die genaue Dosierung für Ihr Präparat, die Tageshöchstmenge, alle Gegenanzeigen sowie die Nebenwirkungen mit ihren Häufigkeitskategorien. Weil Paracetamol in mehreren Stärken und Darreichungsformen angeboten wird, gilt immer der Beipackzettel Ihrer Packung.
Die ausführlichere Fachinformation ist in Österreich über das Arzneispezialitätenregister des BASG öffentlich abrufbar. Dort finden Sie die Angaben zum konkreten zugelassenen Präparat einschließlich der Hinweise für besondere Personengruppen. Allgemein verständliche Informationen zu Fieber und Schmerzbehandlung stellt das öffentliche Gesundheitsportal des Bundes bereit.
Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können Sie selbst an das BASG melden. Bewahren Sie Paracetamol so auf, dass Kinder nicht daran gelangen, und behalten Sie den Überblick über angebrochene Packungen. Verlassen Sie sich bei Dosierungsfragen auf die Packungsbeilage und die Beratung in der Apotheke, nicht auf Zusammenfassungen im Internet, auch nicht auf diese Seite.
Wer diese Seite verantwortet
Autor und medizinische Prüfung: lek. Damian Wojno, polnische Approbation, Nr. 3211301, für MEDINOW Sp. z o.o. Zuletzt geprüft am 29. August 2026. MEDINOW ist ein in Polen registrierter Anbieter; die Beurteilung erfolgt durch einen in Polen approbierten Arzt und nicht durch eine österreichische Ordination.
Für Mexalen bieten wir keine kostenpflichtige Leistung an, weil das Präparat rezeptfrei ist und Sie es in jeder Apotheke ohne Verordnung erhalten. Diese Seite ist reine Information und ersetzt weder die Beratung in der Apotheke noch eine persönliche ärztliche Untersuchung. Bei akuten Beschwerden wenden Sie sich an eine Ordination, an den Gesundheitsruf 1450 oder in bedrohlichen Situationen an die Rettung unter 144.
Wir geben bewusst keine Arzneimittelpreise als Angebot an und nennen keine einzelne Apotheke. Verbindlich sind die Gebrauchsinformation Ihrer Packung und die aktuelle Fachinformation aus dem Arzneispezialitätenregister des BASG.
Ist Mexalen in Österreich rezeptpflichtig?
Nein. Mexalen ist in den gängigen Stärken rezeptfrei und wird ohne ärztliche Verordnung abgegeben, allerdings ausschließlich in der Apotheke. Ein Rezept brauchen Sie dafür nicht, und eine kostenpflichtige ärztliche Beurteilung ist für dieses Präparat nicht erforderlich.
Wie schnell wirkt Mexalen?
Nach der Einnahme einer Tablette setzt die schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung in der Regel innerhalb einer halben bis einer Stunde ein; Zäpfchen wirken langsamer. Bleibt die Wirkung aus, ist die Antwort nicht eine zusätzliche Tablette, sondern ein Blick auf die Ursache und gegebenenfalls eine ärztliche Abklärung.
Welche Nebenwirkungen sind häufig?
In der empfohlenen Dosierung sind Nebenwirkungen selten; beschrieben sind unter anderem Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag. Das Hauptrisiko ist die Überdosierung mit Leberschädigung, meist durch versehentliche Doppeleinnahme mehrerer paracetamolhaltiger Präparate. Die vollständige Auflistung mit Häufigkeitskategorien steht in der Gebrauchsinformation.
Darf man Alkohol trinken?
Besser nicht. Paracetamol und Alkohol werden beide über die Leber verstoffwechselt, und bei regelmäßigem oder hohem Alkoholkonsum steigt das Risiko einer Leberschädigung bereits bei Mengen, die sonst als vertretbar gelten. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, sollte die Anwendung ärztlich besprechen.
Kann ich für Mexalen ein Rezept online anfordern?
Das ist nicht nötig, und wir bieten es auch nicht an. Mexalen ist rezeptfrei und in jeder Apotheke ohne Verordnung erhältlich, deshalb verkaufen wir dafür keine Konsultation. Geht es um ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel oder um länger bestehende Beschwerden, gehört das in eine ärztliche Beurteilung und nicht in die Selbstmedikation.