Novalgin: Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen

Novalgin enthält den Wirkstoff Metamizol und wird zur kurzfristigen Behandlung starker Schmerzen sowie hohen Fiebers eingesetzt, wenn andere Maßnahmen nicht infrage kommen. In Österreich sind Novalgin Filmtabletten und Tropfen, wie alle metamizolhaltigen Präparate, rezeptpflichtig und nur gegen ärztliche Verordnung erhältlich. Diese Seite erklärt Anwendungsgebiete, Dosierungsgrundsätze, die wichtigsten Nebenwirkungen einschließlich der Agranulozytose und ihrer Warnzeichen, Wechselwirkungen sowie den Ablauf einer ärztlichen Folgeverordnung bei MEDINOW.

Wofür wird Novalgin angewendet?

Laut Fachinformation (Abschnitt 4.1) ist Novalgin zur kurzfristigen Behandlung bestimmt: bei akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, bei Koliken, bei Tumorschmerzen, bei sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen nur, soweit andere therapeutische Maßnahmen nicht indiziert sind, und bei hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht. Der Wirkstoff Metamizol gehört zu den Nichtopioid-Analgetika: Er senkt die Schmerzempfindung und die Körpertemperatur und wirkt zusätzlich entkrampfend auf die glatte Muskulatur, weshalb er auch bei kolikartigen Beschwerden eingesetzt wird. Typische Einsatzbereiche sind Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, Tumorschmerzen sowie Koliken der Gallen- oder Harnwege. Metamizol ist kein Alltagsschmerzmittel für leichte Kopf- oder Gliederschmerzen. Bei nur geringfügigen Schmerz- und Fieberzuständen ist Novalgin laut Fachinformation nicht angezeigt (Abschnitt 4.4), und diese Einschränkung ist keine Formalie: Metamizol kann eine schwerwiegende, unter Umständen tödlich verlaufende Blutbildstörung auslösen, die Agranulozytose. Ob Metamizol im Einzelfall das passende Mittel ist oder ob eine andere Substanz besser geeignet wäre, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt anhand von Ursache, Stärke und Dauer der Beschwerden sowie der Begleiterkrankungen und der übrigen Medikation.

Agranulozytose: Warnzeichen und was dann zu tun ist

Die wichtigste Nebenwirkung von Metamizol ist die Agranulozytose, ein starker Abfall bestimmter weißer Blutkörperchen. Wie häufig sie auftritt, lässt sich laut aktueller Fachinformation aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen (Häufigkeit „nicht bekannt“, Abschnitt 4.8). Sie kann zu schweren oder tödlichen Infektionen führen, ist nicht dosisabhängig und kann zu jedem Zeitpunkt der Behandlung und kurz nach deren Ende auftreten, selbst wenn das Präparat früher gut vertragen wurde. Warnzeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen sowie schmerzhafte Schleimhautveränderungen in Mund, Nase, Rachen oder im Genital- und Analbereich, oft begleitet von ausgeprägtem Krankheitsgefühl. Treten solche Beschwerden während oder kurz nach der Anwendung auf, brechen Sie die Einnahme ab und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe; dann muss sofort ein komplettes Blutbild einschließlich Differenzialblutbild erstellt werden, und Metamizol bleibt abgesetzt, bis das Ergebnis vorliegt. Bei schwerem Verlauf gehört der Weg in die Notaufnahme eines Spitals. Wird Metamizol gegen Fieber angewendet, können erste Warnzeichen unbemerkt bleiben; ebenso können sie unter einer Antibiotikatherapie verdeckt sein. Bestätigt sich eine Agranulozytose, darf Metamizol nicht wieder angewendet werden.

Weitere Nebenwirkungen von Novalgin

Weiter möglich sind ein Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock und schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Ablösung der Haut; auch dann gilt: Anwendung beenden und ärztliche Hilfe suchen. Ebenfalls beschrieben sind Leberschäden, für die es einen eigenen europäischen Warnhinweis in der Fachinformation gibt: Fälle einer akuten Leberentzündung traten wenige Tage bis wenige Monate nach Behandlungsbeginn auf. Zu erkennen sind sie an anhaltender Übelkeit, Appetitlosigkeit, dunklem Harn, Schmerzen im rechten Oberbauch und einer Gelbfärbung von Haut oder Augenweiß. Wer das bemerkt, beendet die Anwendung und lässt die Leberwerte ärztlich abklären. Die meisten Betroffenen erholten sich nach dem Absetzen, in Einzelfällen kam es aber zu schwerem Leberversagen. Wie nach einer Agranulozytose gilt: Wer unter Metamizol einen solchen Leberschaden hatte, darf den Wirkstoff nicht erneut erhalten. Eine harmlose und gut bekannte Begleiterscheinung ist dagegen eine rötliche Verfärbung des Harns durch einen Abbaustoff. Die vollständige Auflistung samt Häufigkeitsangaben steht in der Gebrauchsinformation der Packung.

Dosierung und Einnahme

Die Dosierung richtet sich nach Alter, Körpergewicht, Darreichungsform und Beschwerdebild und wird ärztlich festgelegt. Verbindlich ist die Gebrauchsinformation der jeweiligen Packung, weil Tabletten, Tropfen und Injektionslösungen unterschiedlich viel Wirkstoff enthalten. Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren mit mehr als 53 kg Körpergewicht nennt die Fachinformation bis zu 1000 mg Metamizol pro Einzeldosis, bis zu viermal täglich im Abstand von 6 bis 8 Stunden, und eine Tageshöchstmenge von 4000 mg; diese Grenze darf nicht überschritten werden, auch nicht bei unzureichender Wirkung. Gewählt wird die niedrigste Dosis, die Schmerzen oder Fieber kontrolliert. Laut Fachinformation ist Metamizol zur kurzfristigen Behandlung bestimmt; ob eine Anwendung über längere Zeit vertretbar ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, und sie gehört ärztlich begleitet. Routinemäßige Blutbildkontrollen gehören allerdings nicht mehr dazu: Die europäische Überprüfung des Wirkstoffs hat diese Empfehlung gestrichen, weil sich solche Kontrollen nicht als geeignet erwiesen haben, eine Agranulozytose vorherzusehen; das BASG hat darüber im Dezember 2024 gesondert informiert. Die Agranulozytose ist nicht dosisabhängig und kann jederzeit auftreten, auch wenn Metamizol früher ohne Probleme vertragen wurde. Wirksam ist etwas anderes: die Warnzeichen früh zu erkennen, die Anwendung sofort zu beenden und dann - ohne auf einen Termin zu warten - ein Blutbild bestimmen zu lassen. Verlassen Sie sich also nicht darauf, dass eine turnusmäßige Blutabnahme Sie schützt. Wichtig ist außerdem, nicht mehrere metamizolhaltige Präparate gleichzeitig zu verwenden, weil sich die Mengen sonst unbemerkt addieren. Bei Kindern richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht und wird ärztlich festgelegt; die Filmtabletten sind für Kinder unter 15 Jahren nicht empfohlen, die Ampullen für Säuglinge unter drei Monaten ebenfalls nicht. Bleiben die Schmerzen trotz Anwendung unverändert oder nehmen sie zu, gehört die Ursache ärztlich abgeklärt statt die Dosis erhöht.

Novalgin Tropfen oder Tabletten?

In Österreich ist Novalgin zum Einnehmen als Filmtabletten und als Tropfen zugelassen, dazu als Ampullen zur Injektion. Der Wirkstoff ist derselbe; der Unterschied liegt in der Dosierbarkeit. Eine Filmtablette enthält 500 mg Metamizol-Natrium, und sie wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Bei den Tropfen enthält 1 ml, das sind etwa 20 Tropfen, 500 mg Wirkstoff, ein einzelner Tropfen also 25 mg; sie werden mit etwas Flüssigkeit eingenommen und enthalten eine geringe Menge Alkohol.

Weil sich Tropfen in kleinen Schritten dosieren lassen, sind sie die Form für Kinder, deren Dosis nach Körpergewicht berechnet wird; die Filmtabletten sind wegen ihres festen Gehalts erst ab 15 Jahren vorgesehen. Für Erwachsene sind beide Formen gleich stark, wenn die Wirkstoffmenge gleich ist. Eine deutliche Wirkung ist laut Fachinformation bei beiden 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme zu erwarten. Die Werte in der Tabelle stammen aus den Fachinformationen; verbindlich ist die ärztliche Anweisung.

DarreichungsformWirkstoffgehaltEinzeldosis ab 15 Jahren (über 53 kg)Tageshöchstdosis
Novalgin Filmtabletten500 mg pro Filmtablette1 bis 2 Filmtabletten (500 bis 1000 mg)bis zu 8 Filmtabletten (4000 mg)
Novalgin Tropfen500 mg pro ml (etwa 20 Tropfen), 25 mg pro Tropfen20 bis 40 Tropfen (500 bis 1000 mg)bis zu 160 Tropfen (4000 mg)

Ist Novalgin rezeptfrei erhältlich?

Nein. Laut Arzneispezialitätenregister des BASG sind alle in Österreich zugelassenen metamizolhaltigen Präparate rezeptpflichtig, als Filmtabletten, Tabletten, Tropfen und Injektionslösungen. Ohne ärztliche Verordnung gibt es Novalgin in keiner Apotheke, und es existiert auch keine niedrig dosierte rezeptfreie Variante wie bei manchen anderen Schmerzmitteln. Die Präparate für den Menschen sind zur einmaligen Abgabe eingestuft: Ein Rezept darf nur einmal beliefert werden, außer die verschreibende Person ordnet die wiederholte Abgabe ausdrücklich an (§ 4 Abs. 2 Rezeptpflichtgesetz). Grund für die Verschreibungspflicht ist das Risiko der Agranulozytose: Die Entscheidung für Metamizol setzt voraus, dass Vorerkrankungen, Blutbildstörungen und die übrige Medikation bekannt sind. In einigen Ländern ist Metamizol aus demselben Grund gar nicht im Handel, während es im deutschsprachigen Raum ein etabliertes Schmerzmittel geblieben ist. Ein Umweg über den Postversand aus dem Ausland ist keine Lösung: Nach Paragraf 59 Absatz 8 des Arzneimittelgesetzes ist der Versand rezeptpflichtiger Arzneimittel nach Österreich verboten und strafbewehrt, unabhängig davon, welchen Status das Präparat im Absendeland hat. Wer Metamizol anwenden möchte, benötigt daher eine gültige ärztliche Verordnung und geht damit in eine Apotheke vor Ort. Ohne Rezept erhältlich sind andere Wirkstoffe, etwa Ibuprofen oder Paracetamol in bestimmten Stärken; welche Stärken rezeptfrei sind, zeigt die Übersicht auf der Seite Schmerzmittel. Ob eines davon zu Ihren Beschwerden passt, klären Sie in der Apotheke oder in einer Ordination.

Preis und Erstattung

Den Preis eines konkreten Präparats nennt die Apotheke; wir handeln nicht mit Arzneimitteln und geben keine Medikamentenpreise als Angebot an. Für Versicherte der ÖGK entscheidet der Erstattungskodex des Dachverbands darüber, ob ein metamizolhaltiges Präparat auf Kassenrezept abgegeben werden kann; in diesem Fall fällt die Rezeptgebühr an, deren Höhe jeweils für ein Kalenderjahr festgelegt wird. Ein bei uns ausgestelltes Dokument ist dagegen ein Privatrezept: Es wird nicht auf der e-card gespeichert, löst keine Kassenverrechnung aus, und die Kosten des Arzneimittels trägt die Patientin oder der Patient selbst. Unser Honorar deckt ausschließlich die ärztliche Beurteilung ab, nicht das Arzneimittel und nicht die Ausstellung eines Dokuments. Entscheidet sich der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen dagegen, zahlen wir das Honorar zurück. Fordert der Arzt Unterlagen an, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage samt Erinnerung, und auf Wunsch verlängern wir diese Frist. Kann die Prüfung trotzdem nicht zu Ende geführt werden, beenden wir die Anfrage und zahlen das gesamte Honorar zurück.

Wechselwirkungen und Alkohol

Metamizol und Alkohol können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen und verstärken, weshalb während der Behandlung auf Alkohol verzichtet werden sollte. Bei den Arzneimitteln sind mehrere Kombinationen ärztlich zu beachten. Metamizol kann den Blutspiegel von Ciclosporin senken, sodass dieser kontrolliert werden muss. Die gleichzeitige Anwendung mit Methotrexat kann die schädigende Wirkung auf das Blutbild verstärken, besonders bei älteren Menschen, und ist deshalb zu vermeiden. Metamizol kann außerdem die blutplättchenhemmende Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure abschwächen, was für Menschen relevant ist, die diese zum Schutz von Herz und Gefäßen anwenden. Zudem kann Metamizol Leberenzyme anregen und so die Blutspiegel von Bupropion, Efavirenz, Methadon, Valproat, Tacrolimus oder Sertralin senken; zusammen mit Chlorpromazin kann eine schwere Unterkühlung auftreten. Nennen Sie deshalb bei der ärztlichen Beurteilung alle Präparate, die Sie anwenden, ausdrücklich auch rezeptfreie Schmerzmittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Produkte. Die vollständige Liste der Wechselwirkungen steht in der Gebrauchsinformation und in der Fachinformation.

Gegenanzeigen: wer Metamizol nicht anwenden darf

Metamizol darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Metamizol oder andere Pyrazolone und Pyrazolidine, bei Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz, also wenn früher nach Schmerzmitteln Nesselsucht, Schwellungen oder Atemnot aufgetreten sind, sowie bei Störungen der Knochenmarkfunktion oder Erkrankungen des blutbildenden Systems. Weitere Gegenanzeigen sind die akute hepatische Porphyrie und ein angeborener Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase. Auch im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Anwendung ausgeschlossen. Vorsicht ist geboten bei niedrigem Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, instabilem Kreislauf sowie bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion; in diesen Situationen entscheidet die behandelnde Person über Eignung und Dosis. Wer früher bereits eine Agranulozytose unter Metamizol hatte, darf den Wirkstoff nicht erneut erhalten, auch nicht in einer anderen Darreichungsform und auch dann nicht, wenn der Vorfall lange zurückliegt. Geben Sie deshalb bei der ärztlichen Beurteilung frühere Reaktionen auf Schmerzmittel und bekannte Blutbildveränderungen ausdrücklich an. Verbindlich ist immer die Fachinformation des konkreten Präparats, nicht eine allgemeine Übersicht wie diese.

Generikum und Originalpräparat

Novalgin ist ein Handelsname, der Wirkstoff heißt Metamizol und ist in Österreich auch unter anderen Bezeichnungen als Generikum im Handel. Generika enthalten denselben Wirkstoff in derselben Stärke und Darreichungsform und müssen ihre Austauschbarkeit belegen; medizinisch sind sie gleichwertig. Unterschiede betreffen Hilfsstoffe, Tablettengröße, Geschmack und Verpackung, was bei Unverträglichkeiten gegen einzelne Hilfsstoffe eine Rolle spielen kann. Auf einer grenzüberschreitenden Verordnung nach dem Anhang der Richtlinie 2012/52/EU wird der Wirkstoff mit seinem internationalen Freinamen angegeben, hier also Metamizol, damit die Apotheke in Österreich das Arzneimittel eindeutig zuordnen kann, auch wenn der Handelsname im Ausstellungsland ein anderer ist. Welches konkrete Präparat vorrätig ist, sagt Ihnen die Apotheke. Ein Wechsel zwischen Präparaten mit demselben Wirkstoff ist im Regelfall unproblematisch, sollte aber nie dazu führen, dass zwei metamizolhaltige Packungen parallel verwendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Metamizol nicht angewendet werden, weil ein vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus beim ungeborenen Kind sowie Auswirkungen auf Nierenfunktion und Fruchtwassermenge möglich sind. Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel wird Metamizol laut Fachinformation generell nicht empfohlen, weil die Datenlage begrenzt ist; nur in Einzelfällen können einzelne Dosen vertretbar sein, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Während der Stillzeit gehen Abbauprodukte von Metamizol in beträchtlicher Menge in die Muttermilch über. Eine wiederholte Anwendung in der Stillzeit ist zu vermeiden; nach einer einzelnen Anwendung soll die Muttermilch laut Fachinformation 48 Stunden lang gesammelt und verworfen werden. Wer schwanger ist, stillt oder eine Schwangerschaft plant, bespricht die Schmerztherapie mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt; für viele Beschwerden gibt es in diesen Lebensphasen besser untersuchte Alternativen. Diese Angaben ersetzen die individuelle Beratung nicht und gelten unabhängig davon, ob die Verordnung aus Österreich oder aus einem anderen EU-Land stammt.

Wie läuft die ärztliche Beurteilung online ab?

Am ehesten kommt bei diesem Wirkstoff die Fortsetzung einer Schmerztherapie infrage, die eine Ärztin oder ein Arzt bereits begonnen und dokumentiert hat und die weiterhin ärztlich begleitet wird. Ob ein Behandlungsbeginn ohne Untersuchung vor Ort vertretbar ist, entscheidet der Arzt im Einzelfall. Metamizol ist laut Fachinformation zur kurzfristigen Behandlung bestimmt, nicht dafür, über Wochen in Eigenregie weitergeführt zu werden, und eine Ablehnung ist hier realistisch und manchmal die richtige Entscheidung. Die Anfrage stellen Sie über einen medizinischen Fragebogen. Der Ablauf ist bewusst schriftlich: Es gibt kein Videogespräch, kein Telefonat und keinen Live-Chat, sondern einen ausführlichen Fragebogen, den lek. Damian Wojno, polnische Approbation Nr. 3211301, beurteilt. Fällt die Beurteilung positiv aus, erhalten Sie ein Dokument als PDF per E-Mail; damit gehen Sie in eine Apotheke und weisen sich mit einem Lichtbildausweis aus. Einen PIN-Code gibt es nicht, und wir versenden keine Arzneimittel. Bezahlt wird die ärztliche Prüfung Ihrer Angaben, ein bestimmtes Dokument ist damit nicht garantiert. Entscheidet sich der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen dagegen, zahlen wir das Honorar zurück. Fordert der Arzt Unterlagen an, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage samt Erinnerung, und auf Wunsch verlängern wir diese Frist. Kann die Prüfung trotzdem nicht zu Ende geführt werden, beenden wir die Anfrage und zahlen das gesamte Honorar zurück. Optional lässt sich die Anfrage vorrangig einreihen; eine Zusage über die Bearbeitungsdauer ist damit nicht verbunden. Neu aufgetretene starke Schmerzen unklarer Ursache sind kein Fall für einen Fragebogen: Sie gehören körperlich untersucht, in einer Ordination oder im Spital. Und wenn während der laufenden Anwendung Fieber, Halsschmerzen oder Schleimhautveränderungen auftreten, fordern Sie kein Rezept an, sondern beenden die Einnahme und lassen sofort ein Blutbild bestimmen. Wie ein Rezept aus einem anderen EU-Staat in Österreich behandelt wird, erklärt die Seite Privatrezept in Österreich.

Gebrauchsinformation und Arzneispezialitätenregister

Verbindlich sind die Gebrauchsinformation in der Packung und die Fachinformation des jeweiligen Präparats, nicht eine redaktionelle Übersicht wie diese Seite. Beide Dokumente sind für in Österreich zugelassene Arzneimittel öffentlich im Arzneispezialitätenregister des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen einsehbar; dort finden Sie zu jedem Handelsnamen die aktuelle Fassung mit Anwendungsgebieten, Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen. Lesen Sie den Beipackzettel vor der ersten Anwendung und erneut, wenn Sie nach längerer Pause wieder mit dem Präparat beginnen, weil die Texte laufend aktualisiert werden. Vermutete Nebenwirkungen können Sie in Österreich selbst melden; das Meldesystem des Bundesamts steht auch Patientinnen und Patienten offen und trägt dazu bei, seltene Risiken früher zu erkennen. Fragen zur Handhabung einer bestimmten Darreichungsform beantwortet die Apotheke, Fragen zur Therapie die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Wer diese Seite verantwortet

Herausgeberin dieser Seite ist die MEDINOW Sp. z o.o. Medizinisch geprüft hat sie lek. Damian Wojno, polnische Approbation (PWZ) Nr. 3211301, Ärztekammer in Olsztyn (Polen). Er ist nicht bei einer österreichischen Ärztekammer eingetragen, sondern arbeitet auf Grundlage seiner polnischen Berufsberechtigung; eine von ihm ausgestellte Verordnung gilt in Österreich als Privatrezept. Diese Seite dient der Information und ersetzt weder eine körperliche Untersuchung noch eine individuelle Beratung; sie ist keine Werbung für ein rezeptpflichtiges Arzneimittel und nennt bewusst keine Apotheke namentlich. Bei akuten Notfällen, etwa bei Atemnot, Kreislaufversagen oder Verdacht auf eine schwere Blutbildstörung, wählen Sie in Österreich den Notruf 144 oder wenden Sie sich an die Notaufnahme des nächsten Spitals. Außerhalb der Ordinationszeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 141 weiter.

Ist Novalgin in Österreich rezeptpflichtig?

Ja, metamizolhaltige Arzneimittel sind in Österreich in allen Darreichungsformen rezeptpflichtig, auch Novalgin Tabletten und Tropfen. Eine rezeptfreie Variante gibt es nicht, und ein Rezept darf ohne ausdrücklichen ärztlichen Vermerk nur einmal beliefert werden. Hintergrund ist das Risiko einer schwerwiegenden Agranulozytose, weshalb die Entscheidung für den Wirkstoff eine ärztliche Beurteilung von Vorerkrankungen und Begleitmedikation voraussetzt. Auch der Bezug per Post aus dem Ausland ist keine Option: Der Versand rezeptpflichtiger Arzneimittel nach Österreich ist nach Paragraf 59 Absatz 8 Arzneimittelgesetz verboten und strafbewehrt.

Wie schnell wirkt Novalgin?

Nach der Einnahme von Tabletten oder Tropfen setzt die schmerzlindernde und fiebersenkende Wirkung üblicherweise nach etwa 30 bis 60 Minuten ein, das Wirkmaximum wird nach rund einer bis zwei Stunden erreicht. Der genaue Verlauf hängt von Darreichungsform, Dosis und Beschwerdebild ab. Bleibt die Wirkung aus, ist eine eigenmächtige Erhöhung der Dosis der falsche Weg, weil die in der Fachinformation genannte Tageshöchstmenge nicht überschritten werden darf. Halten die Schmerzen an, gehört die Ursache ärztlich abgeklärt.

Welche Nebenwirkungen sind häufig?

Beschrieben sind unter anderem Blutdruckabfall, Hautreaktionen und Überempfindlichkeitsreaktionen; die genauen Häufigkeitsangaben stehen in der Gebrauchsinformation der jeweiligen Packung. Klinisch entscheidend ist allerdings nicht die häufigste, sondern die gefährlichste Nebenwirkung: die Agranulozytose. Fieber, Halsschmerzen und schmerzhafte Schleimhautveränderungen im Mund während der Behandlung sind Warnzeichen. Dann gilt: Einnahme beenden und ein Blutbild bestimmen lassen. Eine rötliche Verfärbung des Harns ist dagegen harmlos.

Darf man während der Behandlung Alkohol trinken?

Besser nicht. Metamizol und Alkohol können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen und verstärken, was Müdigkeit, Benommenheit und Kreislaufreaktionen fördert. Bei starken Schmerzen kommt hinzu, dass Alkohol die Selbsteinschätzung verändert und die Beurteilung des Verlaufs erschwert. Wer regelmäßig Alkohol trinkt oder eine Lebererkrankung hat, sollte das bei der ärztlichen Beurteilung angeben, weil sich daraus Konsequenzen für Wirkstoffwahl und Dosis ergeben können.

Wie bekomme ich ein Folgerezept für eine laufende Schmerztherapie?

Über den medizinischen Fragebogen bei MEDINOW. Sie schildern die bestehende, bereits ärztlich begonnene Behandlung, Ihre Vorerkrankungen und Ihre übrige Medikation; lek. Damian Wojno, polnische Approbation Nr. 3211301, beurteilt die Angaben schriftlich, ohne Videogespräch oder Telefonat. Bei positiver Beurteilung erhalten Sie ein Dokument per E-Mail und lösen es in einer Apotheke ein. Das Honorar zahlt die ärztliche Prüfung und kein bestimmtes Dokument; sagt der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen ab, bekommen Sie es zurück.