Sildenafil bei Erektionsstörungen: Wirkung und Einnahme

Sildenafil ist ein PDE-5-Hemmer und wird bei erektiler Dysfunktion angewendet. Der Wirkstoff verbessert die Durchblutung des Schwellkörpers, wirkt aber nur bei sexueller Erregung. In Österreich sind alle Präparate mit Sildenafil rezeptpflichtig und werden nach einer ärztlichen Beurteilung verordnet. Hier lesen Sie kurz gefasst, wie das Mittel angewendet und dosiert wird, welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen es gibt und wann es nicht infrage kommt. Sie ersetzt weder die Fachinformation noch das Gespräch in einer Ordination und ist kein Angebot für ein Arzneimittel.

Wofür wird Sildenafil angewendet?

Sildenafil wird bei erektiler Dysfunktion angewendet, also dann, wenn eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion nicht erreicht oder nicht gehalten werden kann. Der Wirkstoff hemmt das Enzym Phosphodiesterase Typ 5. Dadurch bleibt ein körpereigener Botenstoff länger wirksam, die glatte Muskulatur im Schwellkörper entspannt sich und mehr Blut kann einströmen. Entscheidend ist: Ohne sexuelle Stimulation passiert nichts, das Präparat erzeugt keine Erektion von selbst.

Sildenafil ist außerdem in eigenen, anders dosierten Präparaten zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie zugelassen. Das ist eine völlig andere Erkrankung mit einem eigenen Behandlungsschema und gehört in fachärztliche Betreuung; die Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die Anwendung bei erektiler Dysfunktion.

Wichtig ist der Blick hinter das Symptom. Eine Erektionsstörung ist häufig ein frühes Zeichen einer Gefäßerkrankung und tritt gehäuft bei Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen auf. Auch Depressionen, Hormonstörungen und zahlreiche Arzneimittel kommen als Ursache infrage. Eine einmalige Abklärung in der Ordination ist deshalb sinnvoll, bevor man ein Symptom dauerhaft behandelt.

Nebenwirkungen von Sildenafil

Die berichteten Nebenwirkungen ergeben sich überwiegend daraus, dass die Gefäßwirkung nicht auf den Schwellkörper beschränkt bleibt. Laut Fachinformation (Abschnitt 4.8) sind Kopfschmerzen sehr häufig, betreffen also mehr als 1 von 10 Behandelten. Häufig, bei bis zu 1 von 10, sind Schwindel, Veränderungen des Farbsehens wie ein Blaustich, Sehstörungen und verschwommenes Sehen, Gesichtsrötung und Hitzewallungen, eine verstopfte Nase, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Gelegentlich treten unter anderem Herzklopfen, ein Blutdruckabfall, Nasenbluten, Sodbrennen, Muskelschmerzen, Brustschmerzen, Lichtempfindlichkeit und Ohrgeräusche auf. Die vollständige Liste steht in der Fachinformation des Präparats, das Sie erhalten haben.

Drei Ereignisse sind Notfälle und dürfen nicht abgewartet werden. Eine schmerzhafte Erektion, die länger als vier Stunden anhält, kann das Schwellkörpergewebe dauerhaft schädigen; suchen Sie umgehend eine Notfallambulanz auf. Ein plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen und ein plötzlicher Hörverlust, oft mit Ohrgeräusch und Schwindel, sind Gründe, das Präparat abzusetzen und sofort ärztliche Hilfe zu holen.

Ebenfalls ernst zu nehmen sind Brustschmerz, starke Atemnot oder eine Ohnmacht während oder nach dem Geschlechtsverkehr. Das sind Warnzeichen des Herz-Kreislauf-Systems und nicht des Präparats allein; wählen Sie in diesem Fall den Notruf 144. Sagen Sie der Rettung dabei unbedingt, dass Sie Sildenafil eingenommen haben: Bei Brustschmerz wird sonst routinemäßig ein Nitrat gegeben, und genau diese Kombination ist lebensgefährlich. Nehmen Sie in dieser Situation auch kein eigenes Nitroglycerin-Spray und keine Nitroglycerin-Kapsel ein.

Dosierung: 25, 50 oder 100 mg?

Sildenafil wird bei erektiler Dysfunktion nach Bedarf eingenommen, nicht täglich als Dauertherapie. Die Fachinformation nennt als empfohlene Dosis 50 mg, eingenommen ungefähr eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr. Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann die Dosis auf 100 mg erhöht oder auf 25 mg verringert werden; 100 mg sind die empfohlene Höchstdosis. Eingenommen wird höchstens einmal täglich, also keine zweite Tablette am selben Tag, wenn die erste nicht gewirkt hat.

Eine niedrigere Anfangsdosis von 25 mg ist laut Fachinformation in Erwägung zu ziehen bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion, bei eingeschränkter Leberfunktion, bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Hemmstoffen des Leberenzyms CYP3A4 und zu Beginn bei Männern, die einen Alphablocker einnehmen. Für Männer ab 65 Jahren ist keine Dosisanpassung vorgesehen; für Personen unter 18 Jahren ist Sildenafil nicht angezeigt.

Welche Stärke für Sie geeignet ist, legt die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt fest und passt sie nach Wirkung und Verträglichkeit an. Eine höhere Stärke bedeutet nicht automatisch mehr Wirkung, wohl aber mehr Nebenwirkungen. Halten Sie sich an die verordnete Stärke und teilen Sie Tabletten nur, wenn das ausdrücklich vorgesehen ist.

Eine schwere, fettreiche Mahlzeit verzögert die Aufnahme und damit den Wirkungseintritt. Alkohol verschlechtert die Erektionsfähigkeit und senkt zusätzlich den Blutdruck, die Kombination ist also doppelt ungünstig. Bleibt die Wirkung über mehrere Versuche aus, gehört das ärztlich besprochen: Häufig ist nicht die Dosis das Problem, sondern eine unbehandelte Grunderkrankung oder eine falsche Anwendung.

Wie lange wirkt Sildenafil?

In einer Studie mit nüchternen Patienten trat die Wirkung im Mittel nach 25 Minuten ein, im Bereich von 12 bis 37 Minuten; in einer weiteren Untersuchung konnte Sildenafil noch 4 bis 5 Stunden nach der Einnahme auf sexuelle Stimulation eine Erektion auslösen (Fachinformation, Abschnitt 5.1). Die höchsten Blutspiegel werden nüchtern nach 30 bis 120 Minuten erreicht; nach einer Mahlzeit verzögert sich dieser Zeitpunkt um etwa 60 Minuten, die Halbwertszeit beträgt 3 bis 5 Stunden (Abschnitt 5.2).

Wirkdauer heißt dabei nicht, dass die Erektion stundenlang anhält: Sildenafil wirkt nur bei sexueller Erregung, die Erektion klingt danach wie gewohnt ab. Eine schmerzhafte Erektion, die länger als vier Stunden anhält, ist ein Notfall.

Ist Sildenafil rezeptpflichtig?

Ja. Laut Arzneispezialitätenregister des BASG sind in Österreich alle Arzneimittel mit dem Wirkstoff Sildenafil rezeptpflichtig, unabhängig von Stärke, Darreichungsform und Hersteller. Kein Präparat mit diesem Wirkstoff ist hier ohne ärztliche Verordnung erhältlich. Der Grund liegt in den Wechselwirkungen: Zusammen mit Nitraten oder anderen Stickstoffmonoxid-Donatoren kann Sildenafil den Blutdruck lebensgefährlich abfallen lassen, und wer solche Mittel einnimmt, weiß das nicht immer selbst.

Angebote, die Sildenafil ohne jede ärztliche Beurteilung, ohne Fragen zu Vorerkrankungen und Medikamenten oder aus unklarer Quelle bereitstellen, sind ein deutliches Warnsignal. Bei Potenzmitteln ist der Anteil an Fälschungen im internationalen Vergleich besonders hoch; solche Produkte enthalten falsche Wirkstoffmengen oder gänzlich andere Substanzen. Verlässlich ist ausschließlich die Abgabe in einer Apotheke gegen ärztliche Verordnung.

Wie Sie über MEDINOW ein Rezept für Sildenafil anfragen, bei laufender wie bei neuer Behandlung, steht weiter unten. Eine erstmalige Abklärung der Ursache ersetzt das Formular nicht.

Preis und Erstattung

Preise einzelner Medikamente nennen wir hier absichtlich nicht. Rezeptpflichtige Arzneimittel dürfen bei Laien nicht beworben werden, und schon ein Preis würde als Werbung gelten. Wir verkaufen zudem keine Arzneimittel, sondern ausschließlich die ärztliche Beurteilung und das Dokument.

Allgemein gilt für die Erstattung: Arzneimittel gegen erektile Dysfunktion werden von der Sozialversicherung in der Regel nicht übernommen, denn sie gehören nach der Liste gemäß § 351c Abs. 2 ASVG zu den grundsätzlich nicht erstattungsfähigen Arzneimittelkategorien. Rechnen Sie also mit einer Selbstzahlung in der Apotheke. Ob in besonderen Konstellationen eine Erstattung infrage kommt, entscheidet der zuständige Träger, etwa die ÖGK, nach den Regeln des Erstattungskodex. Wird ein Präparat auf Kassenrezept verordnet und ist es gelistet, fällt die gesetzliche Rezeptgebühr je Packung an, deren Höhe jeweils für ein Kalenderjahr festgelegt wird. Bei einem Privatrezept, also auch bei einem Rezept aus einem anderen EU-Land, zahlen Sie den ganzen Apothekenpreis aus eigener Tasche.

Unsere eigene Leistung ist davon getrennt. Mit dem Honorar zahlen Sie für die ärztliche Prüfung, weder ein bestimmtes Dokument noch das Arzneimittel sind darin enthalten. Entscheidet sich der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen dagegen, zahlen wir das Honorar zurück. Fordert der Arzt Unterlagen an, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage samt Erinnerung, und auf Wunsch verlängern wir diese Frist. Kann die Prüfung trotzdem nicht zu Ende geführt werden, beenden wir die Anfrage und zahlen das gesamte Honorar zurück.

Wechselwirkungen und Alkohol

Die wichtigste Wechselwirkung ist absolut und kennt keine Ausnahme: Sildenafil darf nicht zusammen mit Nitraten oder anderen Stickstoffmonoxid-Donatoren angewendet werden. Dazu zählen Nitroglycerin-Spray oder -Kapseln bei Angina pectoris, Isosorbidmononitrat und -dinitrat, Molsidomin sowie Amylnitrit, das als Freizeitdroge unter dem Namen Poppers kursiert. Die Kombination kann zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen. Ebenfalls nicht kombiniert werden darf Sildenafil mit Riociguat.

Vorsicht ist außerdem geboten bei Alphablockern, die häufig gegen eine gutartige Prostatavergrößerung eingesetzt werden, und bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln; hier kann der Blutdruck stärker abfallen als gewohnt. Die Fachinformation nennt dafür ein konkretes Vorgehen: Wer bereits einen Alphablocker nimmt, soll auf dessen gewohnter Tagesdosis stabil eingestellt sein, bevor Sildenafil überhaupt begonnen wird, und der Beginn mit 25 mg ist zu erwägen. Der Blutdruckabfall mit Schwindel tritt am ehesten innerhalb von vier Stunden nach der Sildenafil-Einnahme auf. Hemmstoffe des Leberenzyms CYP3A4 erhöhen den Sildenafil-Spiegel, darunter bestimmte HIV-Medikamente, manche Antimykotika und einzelne Antibiotika; auch Grapefruitsaft gehört in diese Gruppe.

Alkohol schwächt die Erektionsfähigkeit und senkt den Blutdruck zusätzlich. Nennen Sie in der Apotheke und im Fragebogen alle Präparate, die Sie einnehmen, und zeigen Sie in der Apotheke Ihre e-card, damit die e-Medikation zur Prüfung herangezogen werden kann.

Gegenanzeigen

Sildenafil darf nicht angewendet werden bei gleichzeitiger Behandlung mit Nitraten oder anderen Stickstoffmonoxid-Donatoren, bei gleichzeitiger Einnahme von Riociguat und bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Ebenfalls nicht angewendet werden darf es, wenn sexuelle Aktivität aus Herz-Kreislauf-Gründen nicht angeraten ist, etwa bei schwerer Herzinsuffizienz, instabiler Angina pectoris oder kurz nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Weitere Gegenanzeigen sind eine schwere Leberfunktionsstörung, ein deutlich zu niedriger Blutdruck sowie bestimmte erbliche Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa. Wer bereits einmal einen plötzlichen Sehverlust durch eine Durchblutungsstörung des Sehnervs erlitten hat, darf PDE-5-Hemmer nicht erneut anwenden.

Besondere Vorsicht gilt bei Verformungen des Penis, bei Sichelzellkrankheit, Leukämie oder multiplem Myelom wegen des erhöhten Risikos für eine dauerhafte Erektion, sowie bei Magengeschwüren und Blutgerinnungsstörungen. Vollständig und verbindlich ist nur die Aufstellung in der Fachinformation Ihres Präparats. Nehmen Sie niemals Präparate anderer Personen ein, weil genau diese Gegenanzeigen individuell zu prüfen sind.

Sildenafil oder Tadalafil?

Beide Wirkstoffe gehören zu den PDE-5-Hemmern, wirken nur bei sexueller Stimulation und haben dieselbe wichtigste Gegenanzeige: Nitrate und andere Stickstoffmonoxid-Donatoren. Der Unterschied liegt vor allem im zeitlichen Verlauf. Sildenafil wird ungefähr eine Stunde vorher eingenommen, und eine fettreiche Mahlzeit kann den Wirkungseintritt verzögern. Tadalafil wird laut seiner Fachinformation unabhängig von den Mahlzeiten mindestens 30 Minuten vor der sexuellen Aktivität eingenommen; in Studien befähigte es bis zu 36 Stunden nach der Einnahme zu erfolgreichem Geschlechtsverkehr, seine Halbwertszeit liegt bei 17,5 Stunden. Bei sehr häufiger Anwendung kann Tadalafil außerdem täglich in niedriger Dosis verordnet werden, was für Sildenafil nicht vorgesehen ist.

Welcher Wirkstoff besser passt, hängt von Gewohnheiten, Begleiterkrankungen, weiteren Arzneimitteln und der Verträglichkeit ab und ist eine ärztliche Entscheidung. Mehr dazu auf der Seite Tadalafil.

Generika in Österreich

Sildenafil kam ursprünglich als Markenpräparat auf den Markt; nach Ablauf des Patentschutzes sind zahlreiche wirkstoffgleiche Präparate verschiedener Hersteller zugelassen. Sie müssen vor der Zulassung belegen, dass der Wirkstoff in vergleichbarer Menge und Geschwindigkeit im Blut ankommt wie beim Referenzpräparat. Der therapeutische Unterschied ist damit gering, der Preisunterschied kann erheblich sein.

Unterschiede bestehen bei Hilfsstoffen, Tablettenform und Teilbarkeit sowie bei den verfügbaren Stärken und Packungsgrößen. Laut Arzneispezialitätenregister des BASG gibt es Sildenafil zur Behandlung der erektilen Dysfunktion in Österreich in den Stärken 25, 50 und 100 mg, als Filmtabletten, Tabletten, Kautabletten sowie vereinzelt als Schmelztablette und Schmelzfilm. Präparate mit 20 mg sind dagegen für die pulmonale arterielle Hypertonie zugelassen. Wechselt das Aussehen Ihrer Packung, lesen Sie den beiliegenden Zettel erneut, insbesondere den Abschnitt zu Stärke und Teilbarkeit.

Ob in der Apotheke ein Präparat eines anderen Herstellers mit gleichem Wirkstoff abgegeben werden darf, richtet sich danach, wie das Rezept formuliert ist. Fragen Sie im Zweifel in Ihrer Apotheke nach. Von Produkten aus Nahrungsergänzungsangeboten, die eine ähnliche Wirkung versprechen, ist abzuraten: Sie enthalten immer wieder nicht deklarierte PDE-5-Hemmer in unbekannter Menge.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sildenafil ist in dieser Anwendung nicht für Frauen bestimmt. Präparate zur Behandlung der erektilen Dysfunktion sind ausschließlich für erwachsene Männer zugelassen und sollen von Frauen, insbesondere in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht eingenommen werden. Ein Nutzen ist für sie nicht belegt, das Nebenwirkungsprofil bleibt bestehen.

Das gilt ausdrücklich auch für den Fall, dass eine Packung im gemeinsamen Haushalt vorhanden ist. Arzneimittel werden nicht weitergegeben, weder an die Partnerin noch an Freunde oder Bekannte. Bewahren Sie die Packung für Kinder unzugänglich auf.

Für den Kinderwunsch eines Paares ist Sildenafil kein Fruchtbarkeitsmittel. Es verbessert die Erektion, nicht die Samenqualität. Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, gehört das getrennt abgeklärt, und zwar für beide Partner. Wenn eine Erektionsstörung eine Belastung für die Partnerschaft geworden ist, ist ein Gespräch in der Ordination der bessere Weg als der Versuch, das Thema allein über eine Tablette zu lösen.

Rezept online anfragen

Am einfachsten ist es, wenn Ihnen Sildenafil bereits ärztlich verordnet wurde, Sie das Präparat vertragen und die Behandlung weiterlaufen soll: Dann fordern Sie über unser Formular ein Rezept an. Wenn Sie Sildenafil bisher nicht einnehmen, beschreiben Sie im Fragebogen Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und alle Arzneimittel; der Arzt entscheidet, ob ein Behandlungsbeginn ohne Untersuchung vor Ort vertretbar ist. Sie schildern Präparat, Stärke, bisherige Erfahrungen, Vorerkrankungen und sämtliche weiteren Arzneimittel und laden vorhandene Unterlagen hoch. Die Beurteilung übernimmt lek. Damian Wojno, polnische Approbation (PWZ) Nr. 3211301. Es gibt kein Video, kein Telefonat und keinen Live-Chat; beurteilt wird ausschließlich anhand Ihrer Angaben und Ihrer Unterlagen. Eine Zusage gibt es nicht. Der Arzt kann Rückfragen stellen, Unterlagen anfordern oder ablehnen, etwa bei einer Behandlung mit Nitraten, bei unklaren Brustschmerzen, bei schlecht eingestelltem Blutdruck oder wenn eine Untersuchung vor Ort ansteht. Bei einer erstmals aufgetretenen Erektionsstörung gehört die Ursache abgeklärt, dafür ist der Weg über ein Formular nicht der richtige. Bei einer Zusage bekommen Sie ein PDF per E-Mail. Mit diesem Dokument und einem Lichtbildausweis gehen Sie in die Apotheke; in Österreich zählt es als Privatrezept, das Medikament bezahlen Sie daher selbst. Medikamente verschicken wir nicht, denn rezeptpflichtige Arzneimittel nach Österreich zu versenden, ist nach § 59 Abs. 8 Arzneimittelgesetz untersagt. Das Honorar deckt die ärztliche Beurteilung ab, nicht die Ausstellung eines Dokuments; darüber entscheidet der Arzt nach Prüfung Ihres Fragebogens. Entscheidet sich der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen dagegen, zahlen wir das Honorar zurück. Fordert der Arzt Unterlagen an, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage samt Erinnerung, und auf Wunsch verlängern wir diese Frist. Kann die Prüfung trotzdem nicht zu Ende geführt werden, beenden wir die Anfrage und zahlen das gesamte Honorar zurück. Wie ein solches Rezept in Österreich behandelt wird, erklärt die Seite Privatrezept in Österreich.

Gebrauchsinformation und Fachinformation

Maßgeblich bleiben die Packungsbeilage und die aktuelle Fachinformation des Herstellers. Dort stehen die vollständige Liste der Nebenwirkungen mit ihren offiziellen Häufigkeitskategorien, alle Gegenanzeigen, die Angaben zu Stärke und Anwendung sowie die Hinweise für Menschen mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion. Weil Sildenafil von vielen Herstellern angeboten wird, unterscheiden sich Hilfsstoffe und Darreichungsformen; lesen Sie den Zettel des Präparats, das Sie tatsächlich erhalten haben.

Die für Österreich genehmigten Texte stehen im Arzneispezialitätenregister von AGES und BASG. Einen Verdacht auf eine Nebenwirkung dürfen Sie dem BASG auch direkt mitteilen.

Was hier steht, ist allgemeine Information und keine persönliche Beratung. Sie ersetzt weder Untersuchung noch Diagnose. Bei anhaltenden Erektionsstörungen wenden Sie sich an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder eine urologische Ordination; Ursachen und Warnzeichen beschreibt der Ratgeber Erektionsstörungen. Außerhalb der Ordinationszeiten erreichen Sie den Ärztefunkdienst unter 141. Bei einer schmerzhaften Erektion über mehrere Stunden, bei plötzlichem Seh- oder Hörverlust, bei Brustschmerz oder Ohnmacht wählen Sie 144 oder fahren in das nächste Spital.

Medizinisch geprüft von lek. Damian Wojno, polnische Approbation (PWZ) Nr. 3211301, Ärztekammer in Olsztyn (Polen), für MEDINOW Sp. z o.o.

Ist Sildenafil in Österreich rezeptpflichtig?

Ja, ausnahmslos. Alle Präparate mit dem Wirkstoff Sildenafil sind in Österreich laut Arzneispezialitätenregister rezeptpflichtig, auch in den Stärken 25, 50 und 100 mg, und werden nur in der Apotheke gegen ärztliche Verordnung abgegeben. Der Grund sind die Wechselwirkungen mit Nitraten und anderen Stickstoffmonoxid-Donatoren, die zu einem lebensgefährlichen Blutdruckabfall führen können. Angebote ohne jede ärztliche Beurteilung sind ein Warnsignal für Fälschungen.

Wie schnell wirkt Sildenafil?

In Studien trat die Wirkung bei nüchternen Patienten im Mittel nach 25 Minuten ein, und noch 4 bis 5 Stunden nach der Einnahme konnte Sildenafil auf sexuelle Stimulation eine Erektion auslösen. Eine Mahlzeit, besonders eine fettreiche, verzögert den Wirkungseintritt. Entscheidend ist, dass sexuelle Erregung hinzukommen muss: Ohne Stimulation entsteht keine Erektion, das Präparat wirkt nicht von selbst.

Welche Nebenwirkungen sind häufig?

Sehr häufig sind laut Fachinformation Kopfschmerzen, häufig Schwindel, Gesichtsrötung und Hitzewallungen, eine verstopfte Nase, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden und Sehstörungen wie ein Blaustich. Die vollständige Liste steht in der Fachinformation Ihres Präparats. Bei einer Erektion über vier Stunden, plötzlichem Sehverlust oder plötzlichem Hörverlust ist sofort ärztliche Hilfe nötig.

Darf man während der Behandlung Alkohol trinken?

Alkohol ist keine absolute Gegenanzeige, wirkt aber der Behandlung entgegen: Er verschlechtert die Erektionsfähigkeit und senkt den Blutdruck zusätzlich, was Schwindel begünstigt. Größere Mengen sind daher ungünstig. Lebensgefährlich ist dagegen die Kombination mit Nitraten oder Amylnitrit, das als Poppers kursiert.

Wie bekomme ich ein Rezept online?

Über unser Formular, am einfachsten, wenn Ihnen das Präparat bereits verordnet wurde und Sie es vertragen; auch ein Behandlungsbeginn kann beurteilt werden, bei einer erstmals aufgetretenen Erektionsstörung gehört aber zuerst die Ursache abgeklärt. Sie schildern Stärke, Vorerkrankungen und alle weiteren Arzneimittel, insbesondere Herzmedikamente, ein Arzt beurteilt die Angaben und kann Rückfragen stellen oder ablehnen. Bei positiver Beurteilung erhalten Sie ein PDF per E-Mail, mit dem Sie in eine Apotheke gehen; das Honorar deckt die ärztliche Beurteilung ab, nicht das Arzneimittel.