Tadalafil bei Erektionsstörung und Prostatabeschwerden
Tadalafil ist ein PDE-5-Hemmer und in Österreich nur auf Rezept erhältlich, vom Originalpräparat Cialis bis zu allen Generika. Zugelassen ist der Wirkstoff bei erektiler Dysfunktion, nach Bedarf oder als tägliche Einnahme, und in der Stärke 5 mg auch beim benignen Prostatasyndrom. Hier steht, was die europäische Fachinformation zu Dosis, Wirkdauer, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen festhält und wann ein Online-Rezept nicht der richtige Weg ist.
Wofür Tadalafil zugelassen ist
Laut Fachinformation von Cialis wird Tadalafil bei erwachsenen Männern mit erektiler Dysfunktion angewendet, also wenn die Erektion für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr nicht zustande kommt oder nicht lange genug anhält. Der Wirkstoff wirkt nur bei sexueller Stimulation und löst keine Erektion von selbst aus. Die Tablette mit 5 mg ist zusätzlich für das benigne Prostatasyndrom zugelassen, also für Beschwerden beim Wasserlassen durch eine gutartig vergrößerte Prostata. Für Frauen ist Tadalafil nicht vorgesehen, für Jugendliche unter 18 Jahren ebenfalls nicht.
Einzelne Präparate mit 20 mg, etwa Tadalafil PAH-ratiopharm, sind für eine andere Erkrankung bestimmt, den Hochdruck im Lungenkreislauf (pulmonale arterielle Hypertonie). Diese Behandlung gehört in fachärztliche Betreuung und ist nicht Thema dieser Seite.
Hinter einer Erektionsstörung stecken oft körperliche Ursachen wie Diabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Arterienverkalkung, dazu Rauchen, Alkohol, bestimmte Arzneimittel und psychische Belastung. Das österreichische Gesundheitsportal rät deshalb zu einer frühzeitigen ärztlichen Abklärung mit Anamnese, körperlicher Untersuchung und je nach Situation Laborwerten. Mehr dazu im Ratgeber Erektionsstörungen.
Wie lange wirkt Tadalafil?
Tadalafil hemmt das Enzym Phosphodiesterase 5. Bei sexueller Erregung steigt dadurch im Schwellkörper der Spiegel des Botenstoffs cGMP, die glatte Muskulatur entspannt sich und Blut strömt ein. Den höchsten Spiegel im Blut erreicht der Wirkstoff laut Fachinformation meist etwa 2 Stunden nach der Einnahme, die mittlere Halbwertszeit beträgt 17,5 Stunden.
In drei klinischen Studien mit 1054 Männern war erfolgreicher Geschlechtsverkehr bis zu 36 Stunden nach der Einnahme möglich, und im Vergleich zu Placebo zeigte sich eine Wirkung bereits ab 16 Minuten danach. Das sind Studienergebnisse, keine Zusage für den Einzelfall. Für die Einnahme nach Bedarf nennt die Fachinformation mindestens 30 Minuten Abstand zur sexuellen Aktivität.
Weder Mahlzeiten noch die Tageszeit der Einnahme beeinflussen die Aufnahme in klinisch relevantem Ausmaß, Tadalafil kann also unabhängig vom Essen genommen werden.
Dosierung laut Fachinformation
Die Fachinformation unterscheidet bei erektiler Dysfunktion zwei Anwendungsformen und beschreibt eine dritte für das Prostatasyndrom. Bei älteren Männern und bei Diabetes ist laut Fachinformation keine Dosisanpassung erforderlich. Welche Stärke passt, legt der Arzt anhand von Vorerkrankungen, Begleitmedikation und Verträglichkeit fest.
| Anwendung | Dosis laut Fachinformation | Hinweise |
|---|---|---|
| Erektile Dysfunktion nach Bedarf | 10 mg, bei unzureichender Wirkung 20 mg | mindestens 30 Minuten vor der sexuellen Aktivität, höchstens einmal täglich; 10 und 20 mg sind nicht für die tägliche Dauereinnahme gedacht |
| Erektile Dysfunktion, tägliche Einnahme | 5 mg einmal täglich, je nach Verträglichkeit 2,5 mg | für Männer, die eine sehr häufige Anwendung erwarten (etwa mindestens zweimal pro Woche); Angemessenheit regelmäßig überprüfen |
| Benignes Prostatasyndrom | 5 mg einmal täglich | etwa zur gleichen Tageszeit; für 2,5 mg ist die Wirksamkeit beim Prostatasyndrom nicht belegt |
| Schwere Nierenfunktionsstörung | höchstens 10 mg nach Bedarf | tägliche Einnahme nicht empfohlen |
| Leberfunktionsstörung | 10 mg nach Bedarf | keine Daten zu höheren Dosen; tägliche Einnahme nicht untersucht |
Tägliche Einnahme mit 5 mg
Die tägliche Einnahme ist eine eigene Behandlungsform und nicht bloß eine kleinere Dosis. Sie kommt laut Fachinformation infrage, wenn ein Mann eine sehr häufige Anwendung erwartet, und berücksichtigt seine Präferenz und die ärztliche Beurteilung. Bei einmal täglicher Gabe stellt sich innerhalb von 5 Tagen ein gleichbleibender Wirkspiegel ein. Wird eine Tablette vergessen, nehmen Sie sie laut Gebrauchsinformation ein, sobald Sie daran denken, aber nicht die doppelte Menge und nie mehr als eine Tablette pro Tag.
Kopfschmerzen, eine der häufigsten Nebenwirkungen, traten unter der täglichen Einnahme meist in den ersten 10 bis 30 Tagen auf. Ob die Dauerbehandlung weiterhin sinnvoll ist, soll in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Wer blutdrucksenkende Mittel nimmt, sollte das ansprechen: Beim Beginn einer täglichen Einnahme verlangt die Fachinformation Überlegungen zu einer möglichen Anpassung der Blutdrucktherapie.
Tadalafil und Sildenafil im Vergleich
Beide Wirkstoffe hemmen dasselbe Enzym, setzen sexuelle Stimulation voraus und dürfen nicht mit Nitraten oder Riociguat kombiniert werden. Unterschiede gibt es im zeitlichen Verhalten und bei den zugelassenen Anwendungsformen. Die Gegenüberstellung stammt aus den Fachinformationen der Originalpräparate Cialis und Viagra; welcher Wirkstoff im Einzelfall geeignet ist, entscheidet die ärztliche Beurteilung. Ausführlich zu Sildenafil.
| Merkmal | Tadalafil (Cialis) | Sildenafil (Viagra) |
|---|---|---|
| Anwendung bei erektiler Dysfunktion | nach Bedarf oder täglich mit 2,5 bis 5 mg | nach Bedarf |
| Empfohlene Dosis nach Bedarf | 10 mg, bei unzureichender Wirkung 20 mg | 50 mg, je nach Wirkung und Verträglichkeit 25 oder 100 mg |
| Einnahme vor sexueller Aktivität | mindestens 30 Minuten | ungefähr 1 Stunde |
| Einfluss von Mahlzeiten | keiner auf die Aufnahme | Wirkungseintritt kann sich verzögern |
| Halbwertszeit | etwa 17,5 Stunden | 3 bis 5 Stunden |
| Benignes Prostatasyndrom | zugelassen (5 mg täglich) | kein Anwendungsgebiet |
| Höchste Einnahmehäufigkeit | einmal täglich | einmal täglich |
Tadalafil bei Prostatabeschwerden
Beim benignen Prostatasyndrom entspannt Tadalafil die glatte Muskulatur von Prostata und Blase und verbessert die Durchblutung; die Fachinformation beschreibt das als möglichen Wirkmechanismus. In vier zwölfwöchigen klinischen Studien mit über 1500 Männern verbesserte sich der Beschwerdewert IPSS unter 5 mg täglich stärker als unter Placebo, frühestens nach einer Woche.
Vor Behandlungsbeginn verlangt die Fachinformation eine sorgfältige Untersuchung, um ein Prostatakarzinom auszuschließen und Herz und Kreislauf zu prüfen. Auch das Gesundheitsportal rät, Beschwerden beim Harnlassen frühzeitig ärztlich abklären zu lassen, weil auch eine Entzündung oder selten Krebs dahinterstecken kann. Neu aufgetretene Beschwerden gehören deshalb zuerst in eine urologische Ordination; ein Fragebogen ersetzt diese Abklärung nicht. Wer bereits urologisch abgeklärt ist und Tadalafil 5 mg verordnet bekommen hat, kann die Fortführung beurteilen lassen.
Ist Wasserlassen gar nicht mehr möglich, mit starkem Harndrang und Schmerzen im Unterbauch, kann ein akuter Harnverhalt vorliegen, ein medizinischer Notfall. Hohes Fieber mit Schüttelfrost bei Harnwegsbeschwerden braucht ebenfalls rasch ärztliche Hilfe. Wer zusätzlich einen Alphablocker nimmt, findet die Hinweise zur Kombination im nächsten Abschnitt und auf der Seite zu Tamsulosin.
Nitrate, Riociguat und weitere Wechselwirkungen
Tadalafil darf nicht zusammen mit organischen Nitraten in jeglicher Form genommen werden, wie sie etwa als Nitroglycerin bei Angina pectoris verwendet werden, und auch nicht mit Stickstoffoxid-Donatoren wie Amylnitrit (Poppers) oder mit Riociguat. Die Kombination kann den Blutdruck gefährlich senken. In einer Studie hielt die Wechselwirkung mit Nitroglycerin mehr als 24 Stunden an; die Fachinformation sieht daher vor, dass ein Nitrat in einer lebensbedrohlichen Situation frühestens 48 Stunden nach der letzten Tadalafil-Einnahme und nur unter enger ärztlicher Überwachung erwogen wird. Bekommen Sie nach der Einnahme Brustschmerzen, wenden Sie kein Nitrat an, wählen Sie 144 und sagen Sie, wann Sie Tadalafil genommen haben.
Bei Alphablockern ist Vorsicht nötig: Mit Doxazosin wird die Kombination nicht empfohlen, weil der Blutdruck deutlich sinken und eine Ohnmacht auftreten kann. Bei Tamsulosin und Alfuzosin zeigte sich dieser Effekt in Studien nicht, trotzdem wird mit der niedrigsten Dosis begonnen. Ketoconazol und Itraconazol gegen Pilzinfektionen, HIV-Mittel wie Ritonavir, die Antibiotika Erythromycin und Clarithromycin sowie Grapefruitsaft können den Tadalafil-Spiegel erhöhen. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital senken ihn und können die Wirkung abschwächen. Mit anderen Mitteln gegen Erektionsstörungen wird Tadalafil nicht kombiniert; zu Alkohol siehe die Fragen unten.
Wann Tadalafil nicht in Frage kommt
Neben Nitraten und Riociguat schließt die Fachinformation Erkrankungen aus, bei denen von sexueller Aktivität abgeraten wird oder die in den Studien nicht untersucht wurden. Vorsicht verlangt sie außerdem bei einer Verformung des Penis, bei Sichelzellenanämie, multiplem Myelom oder Leukämie sowie bei schwerer Leber- oder Nierenerkrankung. Wer eine seltene erbliche Galactose-Intoleranz, einen völligen Lactase-Mangel oder eine Glucose-Galactose-Malabsorption hat, soll Cialis nicht einnehmen, weil es Lactose enthält. Kontraindiziert ist Tadalafil bei:
- Herzinfarkt in den vergangenen 90 Tagen
- instabiler Angina pectoris oder Angina pectoris während sexueller Aktivität
- Herzschwäche ab Schweregrad NYHA II in den letzten 6 Monaten
- unkontrollierten Herzrhythmusstörungen, einem Blutdruck unter 90/50 mm Hg oder unkontrolliert hohem Blutdruck
- Schlaganfall in den vergangenen 6 Monaten
- Sehverlust auf einem Auge durch eine nicht arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION)
- Überempfindlichkeit gegen Tadalafil oder einen sonstigen Bestandteil
Nebenwirkungen und Warnzeichen
Am häufigsten berichtet werden Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Rückenschmerzen und Muskelschmerzen; ihre Zahl nahm mit der Dosis zu. Ebenfalls häufig, also bei bis zu einem von zehn Behandelten, sind Gesichtsrötung, eine verstopfte Nase und Schmerzen in Armen und Beinen. Gelegentlich treten Schwindel, Übelkeit, saures Aufstoßen, verschwommenes Sehen, Herzklopfen, Ohrgeräusche, Nasenbluten oder Blut im Harn auf.
Einige seltene Ereignisse sind Notfälle. Eine Erektion, die länger als 4 Stunden anhält, kann das Gewebe dauerhaft schädigen und braucht dringend ärztliche Hilfe. Bei plötzlicher Sehverschlechterung, verzerrtem Sehen oder plötzlichem Hörverlust beenden Sie die Einnahme und lassen sich rasch untersuchen. Brustschmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr sind ein Grund für den Notruf 144, und Nitrate dürfen dabei nicht gegeben werden. Wer Tadalafil zum ersten Mal nimmt, sollte vor dem Autofahren wissen, wie er darauf reagiert, weil Schwindel möglich ist.
Rezeptfrei? Nein, und das hat Gründe
Im Arzneispezialitätenregister des BASG sind alle Präparate mit Tadalafil als rezeptpflichtig eingetragen, vom zentral in der EU zugelassenen Originalpräparat Cialis in 2,5, 5, 10 und 20 mg bis zu den Generika verschiedener Hersteller. Rezeptpflichtige Arzneimittel dürfen hier außerdem nicht versendet werden, die Abgabe erfolgt in einer Apotheke.
Das BASG warnt ausdrücklich vor Potenzmitteln aus dem Internet. Analysen des staatlichen Arzneimittellabors zeigten, dass der Großteil solcher Produkte nicht enthält, was beworben wird: Bei vermeintlichen Originalpräparaten reichte die Wirkstoffmenge von null bis zu unzulässig hohen Mengen, angeblich rein pflanzliche Mittel enthielten nicht deklarierte Wirkstoffe, und in Fälschungen fanden sich Verunreinigungen. Optisch waren die Fälschungen vom Original kaum zu unterscheiden. Mehr dazu im Beitrag Kamagra und seine Risiken.
Rezept online anfragen
Am einfachsten ist die Anfrage, wenn eine Erektionsstörung bereits ärztlich abgeklärt wurde oder Sie Tadalafil schon einnehmen und die Behandlung fortsetzen möchten. Im medizinischen Fragebogen geben Sie das gewünschte Präparat und die Stärke an, dazu Vorerkrankungen von Herz und Kreislauf, einen aktuellen Blutdruckwert, alle weiteren Arzneimittel einschließlich Nitraten, Alphablockern und Riociguat sowie bisherige Behandlungen mit PDE-5-Hemmern.
Nach der Zahlung des Honorars prüft ein in Polen approbierter Arzt, der nicht in Österreich niedergelassen ist, Ihre Angaben schriftlich; ein Gespräch per Video, Telefon oder Live-Chat gibt es nicht. Er kann Befunde oder einen Messwert nachfordern, eine Untersuchung in einer Ordination empfehlen oder die Verordnung ablehnen. Bei einer Zusage schicken wir das Privatrezept als PDF per E-Mail. Grundlage der Anerkennung ist Artikel 11 der Richtlinie 2011/24/EU; ob eine Apotheke das Rezept einlöst, entscheidet die Apothekerin oder der Apotheker. Legen Sie den Ausdruck innerhalb eines Monats vor, sonst verliert das Rezept seine Gültigkeit.
Bezahlt wird die ärztliche Prüfung Ihrer Angaben, ein bestimmtes Dokument ist damit nicht garantiert. Bei einer ärztlichen Ablehnung aus medizinischen oder rechtlichen Gründen erstatten wir es. Für nachgeforderte Unterlagen haben Sie mindestens 7 Tage Zeit und erhalten eine Erinnerung, auf Wunsch wird die Frist verlängert; lässt sich die Beurteilung dennoch nicht abschließen, schließen wir die Anfrage und erstatten das Honorar vollständig. Das Arzneimittel selbst bezahlen Sie in der Apotheke. Zur Anfrage.
Medizinische Prüfung: lek. Damian Wojno, polnische Approbation, Nr. 3211301, für MEDINOW Sp. z o.o. Eine ärztliche Einschätzung Ihrer persönlichen Situation kann dieser Beitrag nicht ersetzen.
Kann man Tadalafil in Österreich rezeptfrei kaufen?
Nein. Alle im Arzneispezialitätenregister eingetragenen Tadalafil-Präparate sind rezeptpflichtig, unabhängig von Stärke und Hersteller. Abgegeben werden sie in einer Apotheke gegen Rezept; der Versand rezeptpflichtiger Arzneimittel ist in Österreich nicht erlaubt. Angebote ohne Rezept aus dem Internet sind laut BASG häufig gefälscht oder verunreinigt.
Wie lange wirkt Tadalafil?
In den Zulassungsstudien war erfolgreicher Geschlechtsverkehr bis zu 36 Stunden nach der Einnahme möglich. Die mittlere Halbwertszeit liegt bei 17,5 Stunden. Wie lange die Wirkung im Einzelfall anhält, ist unterschiedlich, und ohne sexuelle Stimulation entsteht keine Erektion.
Kann man Tadalafil 5 mg jeden Tag nehmen?
Ja, die tägliche Einnahme von 5 mg ist zugelassen: bei erektiler Dysfunktion für Männer, die eine sehr häufige Anwendung erwarten, und beim benignen Prostatasyndrom. Die Tablette wird etwa zur gleichen Tageszeit eingenommen, höchstens einmal täglich. 10 und 20 mg sind nicht für die tägliche Dauereinnahme vorgesehen, und bei schwerer Nierenfunktionsstörung wird die tägliche Einnahme nicht empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Cialis und Tadalafil?
Cialis ist das Originalpräparat mit dem Wirkstoff Tadalafil. Generika enthalten denselben Wirkstoff, in Österreich in den Stärken 5, 10 und 20 mg, einzelne auch in 2,5 mg, und sind ebenso rezeptpflichtig. Unterschiede kann es bei den sonstigen Bestandteilen und den Packungen geben.
Darf man Tadalafil mit Alkohol nehmen?
Alkohol veränderte in Studien den Tadalafil-Spiegel nicht. Er kann aber den Blutdruck vorübergehend senken und die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Die Gebrauchsinformation rät, übermäßiges Trinken ab etwa 0,8 Promille zu vermeiden, weil sonst das Risiko für Schwindel beim Aufstehen steigt.
Hilft Tadalafil bei Prostatabeschwerden?
Tadalafil 5 mg täglich ist zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms zugelassen; in den Studien besserten sich die Beschwerden frühestens nach einer Woche. Vorher muss ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden, deshalb gehört die erste Abklärung in eine urologische Ordination. Für 2,5 mg ist die Wirksamkeit beim Prostatasyndrom nicht belegt.
Zahlt die Krankenkasse Tadalafil?
Bei Erektionsstörungen in der Regel nicht. Laut Gesundheitsportal gelten sexuelle Funktionsstörungen nicht als Krankheit im Sinn des Sozialversicherungsrechts, die Kosten werden nur in Einzelfällen übernommen. Mit einem Privatrezept bezahlen Sie das Arzneimittel in der Apotheke selbst.
- Cialis: Produktinformation der EMA (EPAR, deutsch), Fachinformation Abschnitte 4.1 bis 4.8, 5.1 und 5.2 sowie Gebrauchsinformation
- Viagra: Produktinformation der EMA (EPAR, deutsch), Abschnitte 4.1 bis 4.3 und 5.2, zum Vergleich mit Sildenafil
- BASG/AGES Arzneispezialitätenregister: Rezeptpflichtstatus aller Tadalafil-Präparate in Österreich
- Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Erektionsstörung (Erektile Dysfunktion), Diagnose, Behandlung und Kosten
- Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Gutartige Prostatavergrößerung
- BASG, Amtliche Nachricht: Potenzmittel aus dem Internet