Tamsulosin: Wirkung und Nebenwirkungen

Tamsulosin ist ein Alpha-1-Blocker und lindert Beschwerden beim Wasserlassen infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung: Es entspannt die Muskulatur von Prostata und Harnröhre, sodass der Harn leichter abfließt. Alle in Österreich zugelassenen Tamsulosin-Präparate sind rezeptpflichtig. Diese Seite erklärt Wirkung, Wirkungseintritt, Einnahme, Nebenwirkungen, was vor einer Augenoperation wichtig ist und den Weg zu einem Rezept über MEDINOW.

Wirkung bei Prostatavergrößerung

Tamsulosin bindet gezielt an Alpha-1-Rezeptoren, vor allem der Subtypen 1A und 1D, in der glatten Muskulatur von Prostata und Harnröhre. Diese Muskulatur entspannt sich, die Einengung wird geringer und die maximale Harnflussrate steigt. Laut Fachinformation bessern sich sowohl die Beschwerden beim Entleeren als auch Speicherbeschwerden wie häufiger Harndrang, und die Verbesserung bleibt in der Langzeitbehandlung erhalten. Die Prostata selbst wird dadurch nicht kleiner: Tamsulosin behandelt die Symptome, nicht die Vergrößerung. Unter den Prostata-Medikamenten unterscheidet es sich damit von den 5-Alpha-Reduktasehemmern, die das Wachstum der Prostata bremsen, deren Wirkung aber laut Gesundheitsportal oft erst nach mehreren Monaten spürbar wird. Einen Überblick über Prostata- und Potenzmittel gibt die Seite Potenzmittel und Prostata-Medikamente.

Angewendet wird Tamsulosin bei Männern zur Behandlung von Beschwerden beim Wasserlassen eingesetzt, die durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata verursacht werden. Kennzeichnend sind ein schwächerer Harnstrahl, ein zögernder Start beim Wasserlassen, Nachtröpfeln, oft auftretender Harndrang und Aufstehen in der Nacht.

Voraussetzung ist eine ärztliche Diagnose. Dieselben Beschwerden können andere Ursachen haben, unter anderem eine Entzündung, einen Harnwegsinfekt, Blasensteine oder einen bösartigen Prostatabefund. Deshalb gehören Anamnese, Untersuchung und je nach Situation Laborwerte einschließlich PSA an den Anfang der Behandlung, und regelmäßige Kontrollen gehören dazu. Blut im Harn, Fieber mit Flankenschmerz oder ein vollständiger Harnverhalt sind Gründe für eine sofortige ärztliche Vorstellung.

Wie schnell wirkt Tamsulosin?

Laut Gesundheitsportal wirken Alphablocker schnell: Bei den meisten Betroffenen beginnen sich die Beschwerden innerhalb einiger Tage zu bessern. Die höchsten Wirkstoffspiegel nach einer Kapsel werden laut Fachinformation etwa 6 Stunden nach der Einnahme erreicht, gleichmäßige Spiegel stellen sich bei täglicher Einnahme nach etwa 5 Tagen ein. Eine einzelne Kapsel wirkt also nicht wie ein Schmerzmittel bei Bedarf; Tamsulosin wird täglich eingenommen.

Bleibt die Besserung aus oder verschlechtern sich die Beschwerden, gehört das ärztlich abgeklärt, statt die Dosis selbst zu verändern. Wird die Behandlung vorzeitig beendet, können die ursprünglichen Beschwerden laut Gebrauchsinformation wiederkehren.

Dosierung und Einnahme

Die übliche Dosis ist eine Retardkapsel mit 0,4 mg einmal täglich nach dem Frühstück oder nach der ersten Mahlzeit des Tages. Die Kapsel wird im Ganzen geschluckt und darf nicht zerkleinert oder zerkaut werden, damit die verzögerte Wirkstofffreisetzung erhalten bleibt.

Die Einnahme immer nach derselben Mahlzeit ist kein Detail: Eine unmittelbar zuvor eingenommene Mahlzeit vermindert die Aufnahme des Wirkstoffs, und gleichmäßig wird sie laut Fachinformation, wenn Tamsulosin regelmäßig nach der gleichen Mahlzeit eingenommen wird.

Wurde eine Einnahme vergessen, nehmen Sie die nächste Kapsel zur gewohnten Zeit und keine doppelte Dosis. Setzen Sie das Arzneimittel nicht eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie das ärztlich, besonders wenn sich die Beschwerden verändern. Bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei leichter bis mäßiger Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung nötig; bei schwerer Nierenfunktionsstörung ist besondere Vorsicht geboten, eine schwere Leberinsuffizienz ist eine Gegenanzeige. Verbindlich sind die ärztliche Anweisung und die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Nebenwirkungen von Tamsulosin

Häufig, also bei 1 bis 10 von 100 Behandelten, sind laut Fachinformation Schwindel (1,3 %) und Störungen des Samenergusses, etwa ein rückwärts in die Blase gerichteter oder ganz ausbleibender, also trockener Samenerguss. Gelegentlich treten Kopfschmerzen, Herzklopfen, ein Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schnupfen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht und Schwächegefühl auf, selten eine kurze Ohnmacht. Bei ersten Anzeichen eines Blutdruckabfalls wie Schwindel oder Schwäche setzen oder legen Sie sich hin, bis die Beschwerden abgeklungen sind.

Besonders wichtig ist ein Punkt vor Augenoperationen; er ist im nächsten Abschnitt beschrieben.

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf bei einer schmerzhaften Dauererektion über mehrere Stunden, die sehr selten vorkommt, bei Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen mit Atemnot sowie bei ausgeprägten Hautreaktionen mit Blasenbildung. Wie häufig einzelne Nebenwirkungen auftreten, steht mit den Häufigkeitskategorien in der Gebrauchsinformation.

Vor einer Augenoperation: Bescheid geben

Bei Operationen wegen Grauen Stars (Katarakt) oder Grünen Stars (Glaukom) kann unter Tamsulosin das sogenannte intraoperative Floppy-Iris-Syndrom auftreten: Die Pupille erweitert sich nur unzureichend, und die Regenbogenhaut erschlafft während des Eingriffs. Das kann laut Fachinformation das Risiko von Komplikationen während und nach der Operation erhöhen. Beschrieben ist es auch bei Patienten, die Tamsulosin schon längere Zeit vor der Operation abgesetzt hatten.

Sagen Sie Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt deshalb vor jeder geplanten Augenoperation, dass Sie Tamsulosin einnehmen oder früher eingenommen haben, damit sich das Operationsteam darauf einstellen kann. Ob Sie die Einnahme vorher verschieben oder unterbrechen sollen, besprechen Sie ärztlich: Ein Absetzen ein bis zwei Wochen vor einer Katarakt-Operation wurde vereinzelt als sinnvoll erachtet, sein Nutzen ist laut Fachinformation aber nicht belegt. Ist eine solche Operation bereits geplant, wird ein Behandlungsbeginn mit Tamsulosin nicht empfohlen.

Ist Tamsulosin in Österreich rezeptpflichtig?

Ja. Alle in Österreich zugelassenen Tamsulosin-Präparate sind laut Arzneispezialitätenregister rezeptpflichtig, auch die Kombinationen mit Dutasterid oder Solifenacin; die Apotheke gibt sie nur gegen eine gültige ärztliche Verordnung ab. Das gilt für das Originalpräparat wie für alle Generika mit diesem Wirkstoff.

Der Grund ist die Diagnose, nicht der Wirkstoff allein. Beschwerden beim Wasserlassen können harmlos sein oder auf eine ernste Erkrankung hinweisen, und eine Selbstbehandlung würde eine notwendige Abklärung verzögern. Hinzu kommen kreislaufwirksame Effekte und die Bedeutung für Augenoperationen, die eine ärztliche Einschätzung verlangen.

Ohne Rezept ist kein Mittel mit vergleichbarer Wirkung erhältlich. Pflanzliche Mittel gegen Prostatabeschwerden sind rezeptfrei erhältlich, ersetzen aber weder die Diagnose noch eine wirksame Therapie. Angebote, die Tamsulosin ohne Verordnung in Aussicht stellen, liegen außerhalb des legalen Vertriebswegs; zusätzlich ist die Abgabe von Arzneimitteln im Fernabsatz nach § 59 Abs. 8 AMG verboten, Ausnahmen gibt es nur für nicht rezeptpflichtige Arzneispezialitäten. Wie Sie über MEDINOW ein Rezept anfragen, steht im nächsten Abschnitt.

Preis und Erstattung durch die Sozialversicherung

Den konkreten Apothekenpreis nennt Ihnen die Apotheke; er hängt von Packungsgröße und Hersteller ab. Laienwerbung für rezeptpflichtige Arzneispezialitäten ist nach § 51 Abs. 1 Arzneimittelgesetz verboten, deshalb nennen wir hier bewusst keine Beträge.

Ob ein Präparat von der Sozialversicherung übernommen wird, richtet sich nach dem Erstattungskodex des Dachverbands; für Tamsulosin sind zahlreiche Generika zugelassen. Wird auf Kassenrezept verordnet, fällt die Rezeptgebühr an, deren Höhe jeweils mit 1. Jänner angepasst wird; eine Befreiung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Über Details entscheidet Ihr Krankenversicherungsträger, etwa die ÖGK.

Eine ärztliche Verordnung aus einem anderen EU-Staat wird in Österreich als Privatrezept behandelt; der Apothekenpreis wird dann selbst getragen. Das Honorar für eine ärztliche Beurteilung ist davon getrennt und deckt niemals das Arzneimittel.

Rezept online anfragen

Am einfachsten ist es, wenn bei Ihnen eine gutartige Prostatavergrößerung ärztlich festgestellt wurde, Sie bereits mit Tamsulosin behandelt werden und die Therapie fortführen möchten: Dann fordern Sie bei MEDINOW eine ärztliche Beurteilung an. Ist die Diagnose gestellt, Sie nehmen Tamsulosin aber bisher nicht ein, beschreiben Sie im Fragebogen Befund und Beschwerden; der Arzt entscheidet, ob ein Behandlungsbeginn ohne Untersuchung vor Ort vertretbar ist, und kann Befunde anfordern oder Ihnen eine Ordination empfehlen. Für eine erstmalige Abklärung von Beschwerden beim Wasserlassen ist dieser Weg nicht geeignet: Dafür braucht es Untersuchung und Labor vor Ort. Grundlage ist ein medizinischer Fragebogen zusammen mit Ihren Unterlagen, etwa der letzten Verordnung, dem urologischen Befund und aktuellen Kontrollwerten. Es gibt kein Video, kein Telefonat und keinen Live-Chat; das Modell ist bewusst asynchron. Ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht.

Passt die Anfrage, erhalten Sie ein Dokument als PDF per E-Mail, mit dem Sie in eine Apotheke gehen; ob sie es einlöst, entscheidet die Apothekerin oder der Apotheker. Einen PIN-Code gibt es dabei nicht, und Arzneimittel versenden wir nicht. Die Beurteilung übernimmt lek. Damian Wojno, polnische Approbation, Nr. 3211301. Bezahlt wird die ärztliche Prüfung Ihrer Angaben, ein bestimmtes Dokument ist damit nicht garantiert. Entscheidet sich der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen dagegen, zahlen wir das Honorar zurück. Fordert der Arzt Unterlagen an, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage samt Erinnerung, und auf Wunsch verlängern wir diese Frist. Kann die Prüfung trotzdem nicht zu Ende geführt werden, beenden wir die Anfrage und zahlen das gesamte Honorar zurück.

Wechselwirkungen und Alkohol

Am wichtigsten sind Kombinationen, die den Blutdruck zusätzlich senken können. Laut Fachinformation kann die gleichzeitige Gabe anderer Alpha-1-Blocker eine Hypotonie auslösen; für Atenolol, Enalapril und Theophyllin wurden dagegen keine Wechselwirkungen beschrieben. Häufig ist die Kombination mit PDE-5-Hemmern gegen Erektionsstörungen: Die Fachinformation von Sildenafil sieht vor, dass Patienten vorher stabil auf ihren Alphablocker eingestellt sind, und legt dann eine Anfangsdosis von 25 mg Sildenafil nahe; ein Blutdruckabfall ist am ehesten innerhalb von vier Stunden nach der Einnahme von Sildenafil zu erwarten. Mehr dazu auf der Seite zu Sildenafil.

Tamsulosin wird in der Leber unter Beteiligung der Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 abgebaut. Ketoconazol, ein starker CYP3A4-Hemmer, erhöhte die Wirkstoffmenge im Blut fast auf das Dreifache; bei starken und mittelstarken CYP3A4-Hemmern ist deshalb besondere Vorsicht geboten, und bei Menschen, die Tamsulosin genetisch bedingt langsam über CYP2D6 abbauen, darf es nicht mit starken CYP3A4-Hemmern kombiniert werden. Nennen Sie deshalb bei jeder neuen Verordnung Ihre gesamte Medikation, einschließlich rezeptfreier Präparate und Nahrungsergänzungsmittel, und weisen Sie vor einer Augenoperation auf die Einnahme hin.

Eine Wechselwirkung mit Alkohol nennt die Fachinformation nicht. Weil Tamsulosin selbst Schwindel und einen Blutdruckabfall beim Aufstehen auslösen kann, ist Zurückhaltung trotzdem sinnvoll, vor allem in der Einstellungsphase und nachts beim Aufstehen. Wer beim Aufstehen regelmäßig schwindlig wird, sollte langsam aufstehen und das ärztlich ansprechen, statt die Dosis selbst zu verändern.

Gegenanzeigen

Tamsulosin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einschließlich eines früheren arzneimittelbedingten Angioödems, oder gegen einen sonstigen Bestandteil, bei einer bekannten orthostatischen Hypotonie, also wiederholtem Blutdruckabfall beim Aufstehen, sowie bei schwerer Leberinsuffizienz.

Besondere Vorsicht gilt bei schwerer Nierenfunktionsstörung mit einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min, weil die Anwendung dort nicht untersucht wurde, bei gleichzeitiger Einnahme anderer Alpha-1-Blocker und bei starken CYP3A4-Hemmstoffen. Vor einer geplanten Augenoperation ist die Einnahme dem behandelnden Augenarzt mitzuteilen. Bei Anzeichen eines vollständigen Harnverhalts ist eine dringende ärztliche Vorstellung nötig, gegebenenfalls in einem Spital.

Das Präparat ist für Männer bestimmt und weder für Frauen noch für Kinder und Jugendliche vorgesehen. Ob in Ihrem Fall eine Gegenanzeige besteht, entscheidet sich nicht anhand einer Liste im Internet, sondern anhand Ihrer vollständigen Krankengeschichte, Ihrer Blutdruckwerte und Ihrer übrigen Arzneimittel.

Generikum und Originalpräparat

Für Tamsulosin sind in Österreich zahlreiche Generika zugelassen. Sie enthalten denselben Wirkstoff in derselben Stärke und müssen ihre Gleichwertigkeit belegen, unterscheiden sich aber in Hilfsstoffen, Kapselform und Packungsgröße.

Eine Besonderheit dieses Wirkstoffs ist die Retardierung: Die Zubereitung gibt Tamsulosin verzögert ab. Deshalb wird die Kapsel im Ganzen geschluckt und nicht zerkleinert oder zerkaut. Wechselt die Apotheke auf ein anderes Präparat, behalten Sie die Einnahmeregeln bei und fragen Sie im Zweifel nach.

Es gibt außerdem Kombinationspräparate, in denen Tamsulosin mit Dutasterid oder mit Solifenacin zusammengefasst ist. Diese sind mit einem reinen Tamsulosin-Präparat nicht austauschbar und verfolgen ein anderes Behandlungsziel. Welche Variante bei Ihnen verordnet wurde, steht auf der Verordnung; die Entscheidung darüber trifft die behandelnde Ordination.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Frage stellt sich bei diesem Arzneimittel nicht: Tamsulosin ist ausschließlich zur Anwendung bei Männern zugelassen, weil es Beschwerden infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung behandelt. Für Schwangerschaft und Stillzeit gibt es daher kein Anwendungsgebiet.

Relevant sind stattdessen Auswirkungen auf die Sexualfunktion. Unter der Behandlung kommt es häufig zu Veränderungen des Samenergusses bis hin zum vollständigen Ausbleiben. Das kann bei bestehendem Kinderwunsch bedeutsam sein und sollte ärztlich besprochen werden, statt die Einnahme eigenmächtig zu beenden.

Wenn eine Partnerin schwanger ist, ergibt sich daraus keine besondere Vorsichtsmaßnahme für die Einnahme durch den Mann. Arzneimittel gehören dennoch grundsätzlich so aufbewahrt, dass Kinder nicht daran gelangen, und Restbestände werden über die Apotheke entsorgt und nicht an andere Personen weitergegeben. Das gilt für Tamsulosin besonders, weil es weder für Frauen noch für Kinder zugelassen ist und die Beschwerden, gegen die es wirkt, bei ihnen andere Ursachen hätten. Wer im Haushalt mehrere Arzneimittel aufbewahrt, sollte die Packungen getrennt halten.

Gebrauchsinformation und Fachinformation

Die Gebrauchsinformation in der Packung ist die verbindliche Informationsquelle für Patienten. Sie enthält die genaue Dosierung Ihres Präparats, die Hinweise zum unzerkauten Schlucken der Retardkapsel, alle Gegenanzeigen sowie die Nebenwirkungen mit ihren Häufigkeitskategorien.

Die ausführlichere Fachinformation richtet sich an Fachkreise und ist in Österreich über das Arzneispezialitätenregister des BASG öffentlich abrufbar. Weil viele Präparate mit diesem Wirkstoff zugelassen sind, lohnt der Blick auf genau jenes, das Ihnen verordnet wurde. Allgemein verständliche Informationen zur gutartigen Prostatavergrößerung stellt das öffentliche Gesundheitsportal des Bundes bereit.

Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können Sie selbst an das BASG melden; das Meldeportal steht auch Patientinnen und Patienten offen. Führen Sie eine aktuelle Medikationsliste mit sich, insbesondere vor Operationen und vor augenärztlichen Eingriffen. Bei Fragen zur Dosis zählen Packungsbeilage und ärztliche Anweisung, nicht Kurzfassungen im Netz und auch nicht dieser Text.

Wer diese Seite verantwortet

Autor und medizinische Prüfung: lek. Damian Wojno, polnische Approbation, Nr. 3211301, für MEDINOW Sp. z o.o. MEDINOW ist in Polen eingetragen; Ihre Angaben prüft ein dort zugelassener Arzt, nicht eine Ordination in Österreich. In Österreich gilt ein Rezept aus einem anderen EU-Land als Privatrezept.

Eine Untersuchung vor Ort und Hilfe im Notfall kann diese Seite nicht leisten. Bei akuten Beschwerden helfen eine Ordination oder die Gesundheitsberatung 1450 weiter, in lebensbedrohlichen Lagen die Rettung unter 144. Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen sind hier nur zusammengefasst; gültig ist die aktuelle Fachinformation aus dem Arzneispezialitätenregister des BASG.

Preisangebote und Empfehlungen für ein bestimmtes Präparat finden Sie hier nicht, da das Arzneimittelgesetz Werbung für rezeptpflichtige Medikamente bei Laien verbietet. Auch eine bestimmte Apotheke nennen wir nicht: Über das Einlösen entscheidet dort die Apothekerin oder der Apotheker in eigener Verantwortung.

Ist Tamsulosin in Österreich rezeptpflichtig?

Ja. Alle in Österreich zugelassenen Tamsulosin-Präparate sind laut Arzneispezialitätenregister rezeptpflichtig und werden nur gegen eine gültige ärztliche Verordnung abgegeben, sowohl als Originalpräparat als auch als Generikum. Ein rezeptfreies Präparat mit vergleichbarer Wirkung gibt es nicht; pflanzliche Mittel ersetzen weder die Diagnose noch die Behandlung.

Wie schnell wirkt Tamsulosin?

Bei den meisten Betroffenen beginnen sich die Beschwerden laut Gesundheitsportal innerhalb einiger Tage zu bessern; gleichmäßige Wirkstoffspiegel stellen sich nach etwa 5 Tagen täglicher Einnahme ein. Bleibt die Wirkung aus oder verschlechtern sich die Beschwerden, gehört das ärztlich abgeklärt, statt die Dosis selbst zu verändern.

Welche Nebenwirkungen sind häufig?

Häufig sind laut Fachinformation Schwindel und Störungen des Samenergusses, etwa ein trockener oder rückwärts gerichteter Samenerguss; gelegentlich Kopfschmerzen, Herzklopfen, Schnupfen und ein Blutdruckabfall beim Aufstehen. Vor einer Operation wegen Grauen oder Grünen Stars muss der Augenarzt über die Einnahme informiert werden, weil ein Floppy-Iris-Syndrom auftreten kann.

Muss ich Tamsulosin vor einer Augenoperation absetzen?

Nicht automatisch. Entscheidend ist, dass Ihr Augenarzt von der Einnahme weiß, auch wenn sie länger zurückliegt, weil ein Floppy-Iris-Syndrom auftreten kann. Ein Absetzen ein bis zwei Wochen vor einer Katarakt-Operation wurde vereinzelt als sinnvoll erachtet, sein Nutzen ist laut Fachinformation aber nicht belegt; besprechen Sie das Vorgehen ärztlich.

Darf man Alkohol trinken?

Eine Wechselwirkung mit Alkohol nennt die Fachinformation nicht. Weil Tamsulosin selbst Schwindel und einen Blutdruckabfall beim Aufstehen auslösen kann, ist Zurückhaltung trotzdem sinnvoll, besonders in der Einstellungsphase und bei gleichzeitiger Einnahme anderer Alpha-1-Blocker oder von PDE-5-Hemmern.

Wie bekomme ich ein Rezept online?

Wenn die Diagnose ärztlich gestellt wurde, können Sie bei MEDINOW eine ärztliche Beurteilung anfordern, am einfachsten bei bereits laufender Behandlung; ob auch ein Behandlungsbeginn ohne Untersuchung vor Ort vertretbar ist, entscheidet der Arzt. Grundlage ist ein medizinischer Fragebogen mit Ihren Unterlagen, ohne Video, Telefonat oder Live-Chat. Ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht. Lehnt der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen ab, erstatten wir das Honorar; lässt sich die Beurteilung trotz einer Frist von mindestens 7 Tagen, einer Erinnerung und gegebenenfalls einer auf Ihren Wunsch verlängerten Frist nicht abschließen, schließen wir die Anfrage und erstatten das Honorar vollständig.